Auf Google Maps kann man sich seit kurzem den Weg per Auto oder auch zu Fuß zeigen lassen. Der Unterschied beider Berechnungen liegt darin, dass man zu Fuß auch gegen eine Einbahnstraße gehen kann oder durch Grünanlangen abkürzen kann.
Noch im Betastadium berücksichtigt Google Maps kleine Grünanlagen noch nicht, zudem verfügt die Software noch über keine Anhaltspunkte, ob sich auf dem vorgeschlagenen Weg auch ein Gehsteig befindet.
Dabei mokiert mich vorallem der Satz: "Seien Sie beim Laufen in unbekannten Gebieten vorsichtig." Diese Aussage stammt vermutlich direkt aus dem Hauptquartier von Google in den USA. In US-amerikanischen Großstädten gibt es Gegenden und Stadtviertel, in denen es lebensgefährlich sein kann, zu Fuß hindurch zu laufen.
Weißt Du, kannst Du Kinder cheute nit mehr aziehen.
San ja a di ganze Tag in Kindagatn, Vorschule, Schule, bis 17 Uhr.
Is nix daham bei seina Mama.
Azieht nur Staat unsare Kinda.
Und wanna dann daham,
nix Watschn, dafst du nix laud reden,
bei jede blaue Fleck: Jugendamt.
Hast du Kinda? Na?
Aba wo war Jugendamt fir uns friher?
Meine Mamma hat ma a Watsch gebm.
Aba war richtig, weil hab i Fehla gmacht.
Nur di Kind muss jetzt bis sexi in Kindagatn sein,
weil Mutter imma arbeiten geht.
Hatta kana a Geld.
Und, wie sagt ma: Geld reagiert die Weld.
Die Stimme von Bernhard Wicki. Die Sequenz in "Good Morning Vietnam", in der "What a Wonderful World" läuft. „Stimmen aus Marakkesch" endlich als Hörbuch-CD, gelesen von Elias Canetti, finden. Seine feuchte Aussprache irgendwann ignorieren. Eine Kellnerin, die noch wie eine Kellnerin aussieht und mit gefällt. Die Diskrepanz, kärtnerisch bei Frauen zu mögen und bei Männern zu verachten. Warum sind Kärntnerinnen immer cool, habe lässige Jobs und stylishe Erscheing - und warum sind alle Kärtner BWL- oder Technik-Studenten in karierten Hemden, die Bier trinken und gerade parken?
Das Gelb der Taxis in New York, das Blau einer Salonwand in Marokko, das Rot eines Holzhauses in Norwegen, das Orange der Keksdose. Und das weiss vom Alfa Spider gestern.
Der Gedanke, wie schnell ein Moment von gestern ist.
Der Mann ist wahrlich nicht in Mode. Viel zu große Strickjacke, abgetragene Hose. So sieht man in den 60er Jahren bei der Heuernte aus, nicht in der feinen Buchhandlung im ersten Bezirk.
„Ich such ein Buch." Sagt er. No na. „Eines von Krebskranken, die überlebt haben." Der Verkäufer zögert: „Ich weiß nicht." Der Mann, der wahrlich nicht in Mode ist, erhebt seine Stimme - sie wird höher, dünner, zerbrechlicher. „Eine von Leuten, die den Krebs überlebt haben, obwohl man sie wohl schon aufgegeben." Und dann mit Nachdruck: „Obwohl sie keine Chance hatten."
Der Verkäufer ist bemüht freundlich, aber die Lösung und damit das Buch hat er nicht.
Der Mann, der wahrlich nicht in Mode ist, geht weiter. Wunder kann man nicht bestellen.
Seit ich das Buch von Frank Kunert entblättert habe, hat sich mir sein Blick auf die kleinen verkehrten Welten so tief eingebrannt, dass es mir fast unmöglich erscheint, Grauheiten und Hinterwelten nicht zu lieben.
Alles ist nur mehr "Kunert".
"Die Vorgeschichte ist immer dieselbe: Sie führt in ein Frankfurter Hinterhofatelier, in dem Kunert mit kleinen Modellen die Welt auf den Kopf stellt. Alles wirkt echt; aber nichts würde in Wirklichkeit funktionieren. Manchmal mit satirischer Schärfe, manchmal mit einem Hauch von Melancholie inszeniert Kunert Verwirrspiele, in denen er die Absurditäten unseres Alltags auf die Spitze treibt. 'Hinter jeder Trostlosigkeit steht der Wunsch nach Trost', sagt er. Dass bisweilen schon ein Augenzwinkern weiterhilft, belegt er mit seiner Reise in verkehrte Welten."
– Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Juni 2008
Frank Kunert
Verkehrte Welt/Topsy-Turvy World
Hrsg. Thilo von Debschitz, Text von Uta von Debschitz
Deutsch/Englisch
72 Seiten, 28 Abbildungen, 21 farbig,
22,4 x 22,4 cm, gebunden
Euro 14,80, CHF 26,00
ISBN 978-3-7757-2132-5
Hatje Cantz Verlag
In einer großen Stadt
berühren mich Situationen
die etwas Ländliches an sich haben.
Das kann ein freundlicher Gruß vom Trafikanten sein,
eine plaudernde Wurschtverkäuferin oder eben
ein Postler, der zwei Mal leise ans Fenster im Erdgeschoß klopft
und die Briefe für Frau M. persönlich durchreicht,
obwohl er dann trotzdem ins Haus gehen muss
um sie allen anderen ins Postkastl zu werfen.
Jetzt gibts Tantiemen für unabhängige Musiker, deren Songs über Last.fm gestreamt werden. Last.fm hat sein "Artist Royalty Program" gestartet. Über das Programm bekommen Künstler, die keinen Plattenvertrag haben, eine Vergütung, wenn ihre Titel über Last.fm abgerufen werden.
Das werbefinanzierte "Artist Royalty Program" ermöglicht es damit auch Künstlern, die keinen Vertrag mit einer Plattenfirma oder einer Verwertungsgesellschaft wie der GEMA haben, Geld mit ihrer Musik zu verdienen. Das Programm ist Teil des kostenlosen Musikabrufdienstes, den Last.fm im Januar 2008 gestartet hat. Über die Höhe der Vergütung machte Last.fm keine Angaben.
Das Artist Royalty Program sei die erste Möglichkeit für Musiker ohne Vertrag, eine Vergütung für Titel zu bekommen, die über eine Streaming-Plattform angeboten werden, schreibt Artistic Product Herder Jeff Marois im Last.fm-Blog. Das sei ein "großer Tag für unabhängige Künstler".
Seit Januar können sich unabhängige Musiker für die Teilnahme an dem Honorierungsprogramm registrieren. Seither sind laut Last.fm 450.000 unabhängig produzierte Songs hochgeladen worden.
Beim Ohrenarzt. Volles Wartezimmer. Eine etwa 38jährige nervöse Patientin rennt aufgeregt umher. Hinter ihr schlurft ein ungefähr 60jähriger in Touristenoutfit nach.
Frau Kortsch: Wie lange dauerts denn noch, Schwester?
Ich halte das alles nicht mehr aus. Sprechstundenhilfe: Nicht mehr lange, Frau Kortsch, bitte setzen Sie sich und gehn's nicht mehr weg. Sie sehen ja, die Praxis ist voll.
Der Bekannte will einstweilen draußen spazieren gehen und schlurft langsam zur Tür
Frau Kortsch: Geh bleib doch und nimm deine Herz-Tabletten. Ich komm ja gleich dran. Ach geh, bitte bleib doch. Ich bin ja verzweifelt.
Der Bekannte hört nicht und verlässt schweigend den Raum. Sie dreht sich zu einer nicht deutschsprachigen Frau und beginnt dieser ihr Leid zu klagen.
Frau Kortsch: Wissn's, der Doktor hat mein Ohr gespült. Höllisch tut das weh. Ich bin ja allgemein nicht gern bei de Ärzte.
Beim Zahnarzt, ja, da überhaupt nicht.
Obwohl ich ja schöne Zähnd hab.
Sie stellt sich vor die Ausländerin hin und öffnet weit ihren fauligen Mund.
Frau Kortsch:Nur ein paar sind ma rausbrochn. Und dort ein Loch. Da auch. Schaun's! Und das hat ja auch was mit den Ohren zu tun sagt der Doktor.
Aber Sie sollten ja auch einmal gehen. Zum Zahnarzt. Also Ihre Zähne...naja.
Es tut ja furchtbar weh. Ich bin ja so ein Nerverl.
FRAU KORTSCH BITTE IN ORDINATION 2!!! Frau Kortsch wird laut durch die Sprechanlange aufgerufen aber hört nicht und redet weiter auf die stumme und eventuell taube Ausländerin ein, bis sie von der Sprechstundenhilfe am Arm gerüttelt wird. FRAU KORTSCH BITTE IN ORDINATION 2!!!
Das ist nur ein Bekannter, wissen's. Nur ein Bekannter. Aber er hat's mit dem Herzen. Und jetzt hat er die gelbe Tablette verloren. Die für morgen. Ich weiß nicht was ich machen soll.
Meine Nerven, ich sag's ihnen. Sprechstundenhilfe: Bitte kommen's. Sie halten ja den ganzen Betrieb auf.
Der Arzt steht schon wartend in der Tür mit einem Rezept in der Hand. Arzt: Frau Kortsch, der Befund ist negativ. Sie hören HERVORRAGEND. Hier ist das Rezept für die Tropferln - 1 mal täglich einsprühen. Frau Kortsch: Was? Ach was! Aber Herr Doktor, woher kommt bitte das Ticken wie eine Uhr immer am Abend um 6?
Ist das die Nerven?
Rainer Pariasek komentiert vor Spielbeginn:
"Wir sehen gerade den Bundespräsidenten Fischer, der gerade aus dem Bus steigt.
Wo auch immer der gerade hergekommen sein mag."
"Der Bundespräsident Fischer hat gestern in der Schweiz den STAATschuss gegeben."
Nach dem Spiel.
Rainer Pariasek: "Standing Ovations gibt es auch auf der VIP-Tribühne."
Herbert Prohaska: "Ja leider."
Hickesberger: "Wir wußten, dass wir über 90 Minuten GEHEN können"
Ich hab' meine Rostlaube tiefergelegt,
Am Vergaser geschraubt, und am Auspuff gesägt.
Und ich stand und ich ging und ich fuhr wie James Dean,
Und ich sah aus wie ich, und ich roch nach Benzin.
Und sie trug gleichzeitig Nase und Pferdeschwanz hoch,
Engelsgleich und unnahbar - undich wagt es doch.
Und ich fuhr hundert mal ihre Straße entlang,
Nichts als Flausen im Kopf, und den Tiger im Tank.
Hab mir die Phantasie und die Reifen verbrannt.
Ich hielt länger durch, und ich hielt ihre Hand.
Und hab eisern getanzt, wenn man halt tanzen muß,
Bis zum letzten Tanz für einen ersten Kuß.
Und ich habe micht wie ein Idiot angestellt,
Landunter der Himmel, kieloben die Welt.
Aber sie hat das Erdbeben gar nicht bemerkt,
Mit fünf Petticoats hart wie fünf Bretter gestärkt.
Und sie lehrte mich warten, und sie ließ mir viel Zeit,
Und ich übte Geduld, und lernte Zärtlichkeit.
Doch Gefühl folgt Gefühl, und ein Wort gibt ein Wort,
Und die Rückbank im Käfer war unser Zufluchtsort.
Und da war kein Himmelbett wie im Love-Roman,
Doch an dem, was man Glück nennt, war'n wir nie näher dran.
Es war nie mehr so ehrlich, nie mehr so total
Unschuldig und wehrlos, wie daß erste Mal.
Nie wieder so arglos, nie mehr so naiv,
Und nie - als sie ging - je ein Schnitt mehr so tief.
Und ich war wie von Sinnen, und ich war sterbenskrank,
Und ich lernte verliern, und den aufrechten Gang.
Heute weiß ich, sie hat ihren Teil mit daran,
Daß ich lieben und leiden und verzeihen kann.
Vielleicht hat man's begriffen, wenn man erkennt,
Nicht jede große Liebe braucht auch ein Happy End.
Das neue Stück "FRUST" -
basierend auf Elfriede Jelinkeks "LUST"
und Thomas Bernhards "FROST" -
wird Österreich wieder in die Weltpresse katapultieren.
"Früher war ich Stummfilmstar.
Aber leider hat meine Stimme nicht getragen.
Deshalb haben sie mich rausgeschmissen.
Jetzt bin ich beim Radio.
Und alle sagen:"Jetzt kannst Du Dich sehen lassen!"
Sexklusiv - Zuhälter aufgedeckt -
Er stellte scheinbar Honorarnutten
bis es ihm gegen den Strich ging.
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Mein Geld geht immer ohne mich aus.
Ich glaube mein Geld sauft!
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Vor zwei Jahren war Rainhard Fendrich
völlig schneestat!
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Bar on ess -> Bar & Restaurant
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A Bier nu!
A Hirter?
Ok, des pro Bier i!
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1929 - Weltwirtschaftskrise:
"Ab heute wird die Butter gestrichen!!!"
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Seit Du im Rollstuhl sitzt, lässt Du Dich völlig gehen!
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Du beraubst mich aller Sinne
des Lebens.
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ab sich tlich
vom weg abkommen
ist ein ein abkommen mit sich selbst.
Gegrüsst werden. Kein Mail haben, aber Kontakte. Schwarzbeerpalatschinken. Der Charme von ADEG. Kartons statt Tragetaschen. Weiße Blätter. Alte Bücher entdecken. Jahreszeiten, die einen Geruch haben. Leitungswasser. Vögel. Jahreszeiten, die ein Gesicht haben. Nachmittagsschlaf. Jahreszeiten, die ein Gefühl haben. Kracherl in Glasflaschen. Steine berühren. Wände ertasten. Holz riechen. Nicht zappen. Dachboden. Holzmöbel, handgemacht. Alte Fotos auf Papier. Musikkassetten. Videokassetten. Radio Steiermark. Parkplatz haben. Salzbrezen. Immer dagewesenes finden. Grün. grün. grün. Plakatwande. Tanz. Klingendes Österreich. Landmaschinenmarkt. Schwesten. Nichten. Pläne schmieden statt Pläne zeichnen. Nicht schreiben.