Necrophiles Huhn
tischNr2 - 4. August, 16:02
Luftgekühlt spazierengehen unter Wolken, die lieber umkreist werden wollen und den verwildertern Kunstgarten benützen als wäre es der eigene. Seelen von Bäumen in Militärgewand baumeln lassen im Halbdunkel, das sich in den Wasserkreisen spiegelt, die die Fische mit ihren Mäulern stupsen. Lachend kleines Spielzeug spielen, das in den Boden gemauert ist, damit es niemand mitnimmt. Grillen tönen so hell und zackig, wie die piecksenden Sterne hinter dem Blattbau. Den Weg im Dunkeln finden und Zufriedenheit mitnehmen.

Das ist das Dankeschön für 1 Nacht und einen dreiviertel Tag-Computerzanglerei. Eine französische Ziebelsuppe delikat verpackt in einer Dose. So mancher würde jetzt spontan auflachen und das vielleicht eine Unverschämtheit nennen.
Unglaublich. So schaut ein frisch entzangelter Speicherbaustein eines nagelneuen Computers - genauer eines Macbooks - aus. Angeblich soll dieser Stein auch noch funktionieren.
Dies kann man wohl auch als eine Form der kreativen Vergangenheitsbewältigung ansehen.
So konnte auch ich genießen und war herzlich erfrischt dabei, wie die Italiener den Siegesklumpen am Stiel (der den frischgeschlüpften Nebendarstellern aus Alien nicht unähnlich ist) aus dem Stadion tragen durften.


Saiten-Instrument-Virtuose Dorian Schäfer bei einem Konzert am Seedkamp.
Eines Tages entdeckte ich bei meinem urbanen Revier-Erweiterungs-Spaziergang eine unscheinbare Inbissbude im 7. Wiener Gemeindebezirk, über dessen Eingang ein selbstgemaltes Holzschild genagelt war mit der Aufschrift "MICHL's". Das trübe Fenster war verhängt mit einem abgejährten pissgelben Vorhang und die Türe verschlossen. Innen allerdings erregte sowohl ein mattgelbes Licht, als auch der große Bund mit abgegriffenen Alfa-Romeo-Schlüsseln, der ander Türe baumelte, meine Aufmerksamkeit.
Es scheint vielleicht ungerecht, wenn Erwachsene gegen 6-8jährige Gschroppen auf ein Fußballfeld gejagt werden, jedoch muss man dazusagen, daß in diesem Fall die Erwachsenen untrainierte Mütter (oder so wie ich eine "Leihmutter") waren und die Kids Profikicker aus dem dorfeigenem Fußballclub, die keine Angst vor gesplitterten Knien und eingetretenen Milchzähnen hatten.