Pseudo-Sommer auf der Donauinsel

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Auf dem (extra dafür markiertem) Motorradparkplatz protzen die 2007er Modelle mit glänzendem Lack und der Vorgeschmack auf eine heiße Zeit lässt sich sogar schon an den Aufklebern auf den Tankdeckeln ablesen. Es fühlt sich an wie Sommer und es ist Samstag und alle wissen das.

Auf der Uferpromenade die mehr eine lange Menschenwurst ist, riecht es nach Bier und griechischem, türkischem und kroatischem Meer gleichzeitig. Nicht wirklich wegen dem Wasser, sondern wegen der Fisch- und Fleisch-Grillerei die das bunte Gelände näher gen Süden rückt.

Die Solarium-Mädchen hängen stolz an revierverteidigenden Unterarmen, wackeln mit Sommerrockpöpschen die miachtelnde Donau auf und ab, immer wieder an den blassen Sitzenden vorbei, die sich ihre Leiberln ausgezogen haben und Brusthaare auf weißem Schwabbel zeigen.

Zwischen den bunten Pergolas mischen sich die Musiken, es wird stillgelegt, was an Attraktion im letzten Sommer verloren hat und neue Bars aufgebaut, in der Hoffnung auf satten Gewinn mit dem sonnenhungrigen Volk.

Die blaugelbe Brücke, die normalerweise die zwei Donauufer verbindet ragt wie die völlige Zerstörung selbst aus dem Wasser. Noch ist es ja nicht Sommer.
Eine übermotivierte Inline-Skaterin trifft in voller Fahrt geradewegs eine Laterne, die mit einem hohlen Klong erzittert. Beide schauen sich verdattert an und wackeln mit den Köpfen. Die 10jährigen Skateboarder probieren die Tricks, die sie auf YOUTUBE gesehen haben und vergessen dabei, dass man im echten Leben die schmerzhaften Szenen nicht einfach wegschneiden kann.

Kurz nachdem eines dieser vollbesetzten Strandfahrräder kippt, weil die kreischenden Girls den Randstein übersehen haben, fällt die Sonne hinter den Berg, schneidet noch ein paar Silhouetten aus der Landschaft und zieht eine träge Goldspur im Kanal hinter sich her.

@DICHT(en) SINGEN

Throw away your television (Red Hot Chilli Peppers)

Throw away your television
Time to make this clean decision
Master waits for its collision now
Its a repeat of a story told
Its a repeat and its getting old

Throw away your television
Make a break big intermission
Recreate your super vision now
Its a repeat of a story told
Its a repeat and its getting old

[chorus:]
Renegades with fancy gauges
Slay the plague for its contagious
Pull the plug and take the stages
Throw away your television now

Throw away your television
Take the noose off your ambition
Reinvent your intuition now
Its a repeat of a story told
Its a repeat and its getting old

[chorus]

Throw away your television
Salivate to repetition
Levitate this ill condition now
Its a repeat

@TESTBILD-Alte Testbilder

Endlich eine Rubrik in der ich meine unsinnige Sammlung alter zusammengeklauter Testbilder unterbringen darf.

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:: LINK: Hier mehr zur Geschichte, TV-Allgemein und mehr Testbilder

::LINK:wikipedia->Testbild

@TESTBILD

http://monochrom.de.vu/Am 10. April 2007, zufällig synchron zum Start des ORF Neu, hat Herr Jimmy Trade in Wien 17 beschlossen, das Wagnis eines permanenten Sendeschlusses einzugehen und auf unbestimmte Zeit auf die Droge TV vollends zu verzichten. Wie lange wird es der mediale Ex-Junkie aushalten? Kann er ohne Sender sein? Das hier wird seine Geschichte. Exklusiv auf michls.twoday.net. Bleiben Sie dran.

5572km Schwimm-Marathon

wien-newyorkHier sieht man die schnellste/kürzeste Route von Wien nach New York. Ob es allerdings beim genaueren Hinsehen wirklich so schnell geht beziehungsweise auf die von Google Maps vorgeschlagene Variante überhaupt möglich ist, ist die Frage. Denn unter Punkt 43 in der Routenbeschreibung wird auf herrlich naive Art eine doch etwas schweißtreibende Art der Fortbewegung angeführt, mit der nur wenige Leute wirkliche Meter machen können.

"43. Schwimmen Sie durch den Atlantik. 5572km."

:: LINK: Google Maps

2 x Hunger

bettlerin

Mitschnitt:
Eine Bettlerin fragt vorsichtig:

"Bitte eine bissel Geld fir meine Kinder zu Essen"
Ein paar Schritte weiter weht mir der Wind einen Satz eines Wieners entgegen:
"Gestern haben wir uns die Hummer abgeholt. Ein Traum sag ich dir!"

Ausweichmöglichkeit

cafe

Jeder Platz wurde genutzt, um an diesem sonnigem Tag miteinander Kaffee zu trinken.

Jehowa, Allah, Gott,...

beten
...lispelt er leise Perle für Perle in seinen abgewetztem Rosenkranz.

Wiens Statement bleibt

bush

Lang ist es her aber erst gestern ist es mir wieder ins Auge gestochen:
"Bush go home" ließ die "Resistance for Peace"-Aktivistin, Literatin und Millionenshow-Gewinnerin El Awadalla auf ihrem Hausdach in metergroßen Lettern beim Naschmarkt anbringen.

:: LINK: Resistance For Peace
:: LINK: El Awadalla's Website

Umdenken!

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ATT00224

:: LINK: Alles anschauen auf Atelier V

Irene die Schöne

ireneIch verstand sie nicht aber ich liebte Irene. Jeden Morgen nachdem sie mir 5 weichgekochte Eier auf mein Tischi-Banki im Kinderzimmer servierte, schnürte sie mir meine winzigen blau-weissen Turnschuhe und wir gingen gemeinsam Joggen obwohl ich grad erst Laufen gelernt hatte.

Sie lernte mir finnische Lieder und sie war die einzige, der ich erlaubte zu meiner ersten Eigenkomposition mit dem eindringlichen Text "AhhlololoAhhlololoAhhlololo" zu summen.

Alle 7 Männer des 21-Seelen-Dörfls unterlagen ihren wasserstoffblonden Haaren und dem knallrot bemalten Lippen. Es machte sie schwach, denn alle sonstigen Frauen waren Bäuerinnen mit schwieligen Händen, trugen Kopftücher und schoben ihre dicken Hintern übers Feld.

Das erste Wort bzw eines der ersten Worte überhaupt, dass ich im Zusammenhang mit Ihr lernte war "Sexbombe".
Ihr Finnland lag weit weg und sie wollte nicht mehr zurück. Man musste sie zurückschicken. Ich weiss nicht mehr wann und wieso, jedenfalls wollte man sie nicht mehr haben.
Das ist das einzige Bild von ihr zu Weihnachten 1978 und es bestärkt mich im Glauben, dass sie irgendwann auch wirklich existiert hatte.

Kein Witz: Ein Einäugiger und eine Lahme...

federball

Ein Einäugiger und eine Lahme gehen bei sehr starkem Wind in den Park Federball spielen.

Schreit die Lahme gegen den Wind: "Mit Rückenwind darfst Du nicht so draufheizen! Ich kann ja mit meinem blöden Haxen dem Ball nicht nachrennen!"

Sagt der Einäugige in den Wind: "WAS SAGST DU??? Du bist ja nicht nur lahm sondern Du nuschelst nochdazu ganz fürchterlich."

Schreit die Lahme gegen den Wind: "Und du bist nicht nur halb blind sondern auch noch därrisch!"

Am Wort beim Wirt

Wurde genötigt, einen Fragebogen zu beantworten in einer anderen Causa als dieser.

Hier nun als Vorabdruck im Michls.

FRAGEBOGEN

Ihr derzeitiges Gewicht? Ist nicht von Gewicht.

Ihre bisher größte Leistung? 19,7 cm
(auf 232 Seiten)

Eine Niederlage, über Sie jetzt sprechen können? Über die kann ich aber noch nicht schreiben.

Ihr nächster Termin? Diesen Fragebogen zu beenden.

Eine Kindheitserinnerung? „Ich war nie ein Casanova“ (White Stars)

Die härteste Arbeit, die Sie je für Geld gemacht haben? Ich arbeite nicht, ich schreibe darüber.

Ihr Lieblings-Gesellschaftsspiel? Kommt auf die Gesellschaft an.

Ein Stück in Ihrem Kleiderschrank, an dem Sie hängen? Habe keine Kleiderschrank.

Ehrlich, mit welchem Star würden Sie gerne schlafen? Der Star ist die Damen-Mannschaft.

Ein Unterschied zwischen Männern und Frauen, auf den Sie wert legen? Das einen Unterschied gibt.

Wie geht guter Sex? Guter Sex geht nicht.

Ein Dank, den Sie hiermit endlich aussprechen wollen? Danke nicht auf Aufforderung.

Was ist neu und schlecht? Das mir gerade auffällt, dass ich das Wort „Schlecht“ nicht mag und mir schlecht wird, wenn ich es oft ausspreche, weil es die Zunge lähmt.

Was ist neu und gut? Luttenberger-Klug „Mohnblumenfeld“, weil mein Hirn den Text nicht versteht und das Ohr trotzdem daran festhält.

Welchen Revolutionär bewundern Sie? Meinen Vater.

Ihr Tick? Ist Bruder von Trick und Track.

Was tun Sie zu wenig? Zu viel.

Ihre Stärke? Sind Schwächen.

Eine Schwäche, die man Ihnen verzeihen soll? Ich bettle nie um Verzeihung.

Was möchten Sie noch lernen? 258 Sachen.

Wann zuletzt geschämt? Das ich jemanden kenne, der eine so windische Frage stellt.

Ihre letzte Frage? Warum leben auf dieser Welt mehr Fragen als Antworten?

REPORTS FROM EARTH, Teil 1

Zwei Verletzte bei Gutschein-Aktion
Wenn irgendwo etwas verschenkt wird, scheinen manche alle Hemmungen zu verlieren. Die Aktion eines Möbelhauses am Samstag in Linz, bei der 100-Euro-Gutscheine verschenkt wurden, hat zwei Verletzte gefordert.
Ein Mann wurde angezeigt.

Schon Freitagabend angestellt
100 Personen warteten Samstagfrüh kurz vor 9.00 Uhr vor der Eingangstür, da das Möbelhaus den ersten zehn Kunden einen 100-Euro-Gutschein versprach. Die ersten Kaufwütigen stellten sich schon Freitagabend um 22.00 Uhr an, um einen der Gutscheine zu ergattern.

Ein 24-jähriger Linzer drängte sich jedoch kurz vor der Öffnung des Geschäfts in die Schlange und wollte sich so das lange Warten ersparen.
Frau erlitt Nasenbeinbruch
Eine 32-jährige Frau aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung beschwerte sich und wollte den jungen Mann zurückdrängen, worauf dieser der Frau einen Schlag ins Gesicht versetzte und davonlief. Die Frau erlitt einen Nasenbeinbruch.
Täter festgehalten
Zwei andere Männer verfolgten den Täter und holten ihn ein. Mitten auf einer stark befahrenen Kreuzung rissen sie den Mann nieder und fixierten ihn so lange am Boden, bis die Polizei eintraf.

Ein 28-jähriger Linzer wurde bei der Verfolgungsjagd leicht verletzt. Der 24-jährige Linzer wurde wegen Körperverletzung angezeigt.

Möbelhaus bedauert Vorfall
Das Möbelhaus bedauerte den Vorfall am Samstagnachmittag, man habe aber alle Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld getroffen. Jene Frau, die einen Nasenbeinbruch erlitten hat, werde vom Möbelhaus als Entschädigung einen 1.000-Euro-Gutschein erhalten.

(Quelle: ORF.AT)

Als ich 65 war.

Es gibt gute Ideen, wie man sein Leben aktivieren kann. Etwa mit einem finnischen Taxifahrer zu reisen, ohne zu wissen, wo man zuhause ist. Oder einen Tag lang alles mit links zu berühren. Oder das Wort finnischer Meerbusen zu hören und nicht an das eine zu denken. Wobei mir letzteres nie gelingt.

Es gibt aber auch gute Ideen, die andere für einen haben. Etwa jemanden schon in den subjektiv knackigen Dreißigern auf Kur zu schicken. Plötzlich ist man der Jüngste in einer Gruppe von 26 Menschen. Und der fitteste, und man redet sich ein, dass das nichts damit zu tun hat, dass der Altersschnitt in der Gruppe 25 Jahre über dem eigenen Lebensalter liegt.

Ich freue mich darauf, weil ich nie so bei mir sein kann, wie wenn ich unter anderen bin. Grundvoraussetzung: Ich habe ein Einzelzimmer. Es ist, wie ich später bemerke, unter 42 Zimmern genau jenes, in denen meine – mittlerweile verstorbene – Mutter 1993 schon hier ihre Kur verbracht hat.

Das erste Abtasten – erstes Abendessen, Diät, komische Kartoffeln. Man wird zugewiesen, denn die 6er-Tische sind klar zugeteilt – Leute mit ähnlichen Krankheitsbildern sollen so zum kommunizieren animiert werden. Das klappt; auch wenn ich mich am Anfang beobachtet fühle, weil ich geradezu auffallend jung bin. Aber auch weil ich mich zum ersten Mal seit 18 Monaten irgendwie gesund fühle – die drei Frauen an meinem Tisch haben zusammen 6 verschiedene Krebserkrankungen hinter sich und zusammen vier neue Organe in sich.

Mitr wird klar, dass zwischen Leistungssport, mit dem ich ja viel zu tun habe, und chronischen Krankheiten viele Parallelen bestehen – nicht nur weil die Betroffenen beider Gruppen 10-15 leistungssteigernde Medikamente so einwerfen, als handle es sich um Fizzers-Zuckerl. Chronisch krank sein macht egoistisch, anders geht es gar nicht. Wer sich nicht auf seinen eigenen Körper konzentriert, wird erst recht erkranken. Man braucht Selbstvertrauen, um seinen eigenen Weg zu gehen und sich seines eigenen Selbsts bewußt zu sein. Man ist mit anderen Leben nie Rhythmussynchron und nur bedingt Rhythmuskompatibel.

Ich starte mit einer gewaltigen Bronchitis, die mich zur 95 Prozentigen Stimmlosigkeit verdammt. Was mir aber nur recht ist. So kann ich in den ersten Tagen meines ersehnten Ich-Zustand erreichen, ohne durch mein eigenes Geschwätz vom Weg abzukommen. Ich besorge mir einen in der früheren Welt etwas altmodisch wirkenden CD-Walkman, setze die Kopfhörer auf, drehe die Handys ab und bin zum ersten Mal seit meinem Zivildienst mit mir selbst ein geschlossener Kreislauf. Das Wetter spiegelt meine Seele wieder – erst etwas düster-naßkalt reißt es nach einigen Tagen auf und binnen Stunden, so möchte man meinen, ist der Sommer da. Ich finde meinen Platz an der Mur, so nah an der slowenischen Grenze, dass man hören kann, dass Einsatzfahrzeuge im Nachbarland anders klingen, nicht aber die Hunde, die auf das Tatü-Tata mit lautstarkem Bellen reagieren. Am ersten Tag der dritten Woche gelingt mir der Null-Zustand, nachdem ich mich seit 2 Jahrzehnten gesehnt hatte: Mein Hirn ist so leergeräumt, dass ich bereit bin ein Buch von Anfang zum Ende zu lesen, unterbrochen nur durch essen und durch sonnen und durch gehen. Ich fühle mich wie einem Simenon-Roman im Frankreich der 50er-Jahre. Ich spüre jeden Menschen, der an meiner Bank vorbeigeht und ich mache mir ein Bild von ihm – aber ich lege das jeweilige geistige Foto nicht im Archiv ab, es kommt in keine Schachtel, die den Kopf-Dachboden blockiert und so groß wäre, dass das Sonnenlicht mehr hereinkommen würde.

Ich bin frei im Gedanken.

In der dritten Woche werde ich auch wieder zum Gruppentier, ich tanze mit Urgroßmüttern und flirte mit Großmüttern und ich mag es, wie die Gruppe mich in Ruhe läßt, wenn ich Ruhe haben will und wie sie mich als Kur-Sonne umgarnt und Spaß an meiner Jugend hat, die ich ja im Leben davor kaum noch spürte.

Ich habe sicher 150, 200, 250 Bücher in meinen Heimaten herumstehen, aber diesmal schaffe ich es 5 von Anfang bis zum Ende zu lesen, ohne Zeitschriften dazwischen, ohne Fernsehen, ohne Trödeln, ohne abschweifende Gedanken. Nicht mal das superhübsche Inline-Skater-Mädchen an der Murpromenade, kann mich aus dem Ich bringen.

Ich kann nur jeden raten, der das kann, auch mal für ein paar Tage sich völlig aus der Welt auszuklicken – ohne Handys, ohne Parallelwelt, ohne Aktionsradius.

Der weiteste Weg ist immer der zu einem selbst, und doch braucht man gerade dafür keinen Proviant.

VIDEO: J wie Jackass



Von Jay. Der brasilianische Kerl der aus Estland geschmissen wurde und nun drei Monate wahllos Europa bereisen muss.

String Emil & Lauda

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Foto: String-Emil

Ob sexy Werbung auf unsere Gesellschaft dauerhaft nicht vielleicht doch eine Auswirkungen hat???
String-Emil ist scheinbar angetan aber ist er etwa ein repräsentativer Teil unserer Gesellschaft? Sind wir innerlich vielleicht alle feige String-Emils?
Ich persönlich hab zwar weniger Angst vor der "Verrohung" und "Übersexualisierung" sondern vor dem unausweichlichen "Biedermeier", das uns -kurz bevor alle nur mehr nackt herumrennen- überschwappen wird (oder vielleicht eh schon hat???)

Zeitcharakteristik: "Im Vormärz jedoch hatte das Bürgertum die grossen nationalen und demokratischen Ziele aufgegeben (Schwarz-Rot oder Rot-Schwarz? Eh wurscht!), sich mit untertäniger Bescheidenheit abgefunden und die häusliche Lebenswelt ("Schau ma uns ein Video an Schatzi), zum Ersatz gewählt. Daher orientierte sich der erst kurz nach 1900 geprägte Stilbegriff "Biedermeier" vor allem an der Möbelkunst und am Kunsthandwerk, an den Blumenstreumustern der Tapeten und an dem zierlich-klar gebauten Mobiliar aus hellen Hölzern. (IKEA!)

Definition "Biedermeier": Ursprünglich steht der Name für einen treuherzigen und spiessbürgerlichen Menschen. Geprägt wurde er durch das Pseudonym, unter dem L. Eichrodt und A. Kussmaul in den "Fliegenden Blättern" 1855 bis 1857 literarische Parodien als "Gedichte des schwäbischen Schullehrers Gottlieb Biedermaier..." veröffentlichte.
Danach diente der Begriff als Bezeichnung für die Biedermeierzeit (1815 bis 1848), in der man später, besonders um 1900, ein Wunschbild "bürgerlichen Daseins" sah. Die bei aller Behaglichkeit bescheidene bürgerliche Lebenshaltung verwirklichte sich unter anderem in der Wohnkultur, die von der bürgerlichen Kunst Englands ausging und den Empirestil zu nüchterner Strenge und sachlicher Zweckmässigkeit abwandelte.

© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim, 2006

Freudensbotschaft!

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Nach vielen beitragsfreien Monaten des stummen Vorbeitelefonierens kam endlich diese Nachricht auf mein Handydisplay.
Jimmy Trade ist also zurück. Gottseisgedankt.

@UMGEFRAGT: Was wir lieben

Polemik zum mitmachen! Einfach hier dazuposten, was Dich berührt, anmacht und ohne dem Du ein trauriges Leben führen würdest.

Ich liebe...

... Marktlückenfüller
... Vanillemilch mit Honig.
... maßlose Abende voller Bier, Zigaretten und (un)sinnigem Gerede.
... klare Strukturen
... liebevolles Layout
... Bücher lesen, ohne sie dazwischen wegzulegen
... wenn Leute auf Anhieb meinen Namen aussprechen können
... wenn ich mir anderer Leute Namen für immer merken kann
... die Ähnlichkeiten bei gut zusammenpassenden Pärchen

Fragen und Antworten?

425879378_208cea2377_oAufgrund einer Diskussion über "Wahrscheinlichkeitsrechnung im Alltag", die nach dem Aufstehen in der Küche beim Tee-machen entbrannte, sich im Salon bei Coco-Pops beziehungsgefährdend steigerte und im Bad beim Zurechtmachen abebbte, beschlossen wir ins Technische Museeum zu gehen.
Allerdings war das nicht der einzige Grund, auch eher eine Ausflucht. Denn alle gegoogelten Ausstellungen und Museen schienen verkrustet, boten zu viel Biedermeyer und Barock für diesen sonnenklaren Tag.

In den hellen Hallen angekommen forderte gleich eine unscheinbare Maschine vollste Aufmerksamkeit mit der Frage ob ein Perpetuum Mobile etwa doch existiere. Im untersten Stockwerk boten sich eine Vielzahl Versuchsanordnungen für Interferenz, Perspektive, Schwerkraft und Strom an und warfen neue Fragen und neue Diskussionen auf. Zwar waren einige Ausstellungsstücke nicht in Betrieb und viele von schwitzig aufgeregten Besucherhänden sehr abgegriffen aber immer noch eindrucksvoll.

Aufgekratzte Kinder und ratlose Eltern zogen in voller Eintracht von Stück zu Stück und untermalten die Museumsstille mit einsilbigen Erstaunensbekundungen (Cool! Krass! Geil!).
Es macht schon was her, wenn sich Räder drehen oder Strom farbenfroh britzelt.
In Richtung Museeumsshop steht auch ein illustrativer Kaugummiautomat, der mich mit seinen vielen bunten Kugeln wie ein Magnet angezogen hat. So einer mit einem durchsichtigen Ballon oben, einem laut knackenden Drehrad auf rotem Plastik und einer Wendelrutsche für die übergroßen Kaugummikugeln. Nichts unterscheidet ihn von einem Ausstellungsstück - nur dass kein beschreibendes Schild daneben hängt.

Ein etwa Sechsjähriger aus einer fünfköpfigen Alternativfamilie, dessen Mutter ihm scheinbar mit der Nagelscheere eine unregelmässige Stoppelglatze auf sein blasses Haupt gebissen hatte, beobachtete wie zwei meiner 50Cent Stücke in den Apparatbauch verschwanden und dafür süße Bälle herauskullerten.
425879333_436b09f5e1_oIch wollte nämlich meine Theorie ("Wahrscheinlichkeitsrechnung im Alltag") dadurch bestätigen, dass mir alleine mein Wunschdenken viel eher einen roten Kaugummi bescherte als wenn ich mich mit dem Ausrechnen von Wahrscheinlichkeiten herumschlagen täte. Und tatsächlich! Schon war ein Roter unterwegs.Mittlerweile hatten sich der stoppelige Kinderanteil um mich verdreifacht und einer fragte mit schüchterner Ehrfurcht seinen Vater: "Und was ist das Papa"?
Leider hatte mich die blanke Unwissenheit dieses Kindes über die Ur-Konsumwelt-Einstiegsdroge "Kaugummi" so berührt, dass ich völlig vergaß zu wünschen und statt einem Grünen ein hässlicher Lilagrauer meine Theorie über den Haufen warf.

:: LINK: Technisches Museeum Wien

Urbaner Streifzug

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Fotos: cml

Die bunten Enden der eigerollten Markiesen an den Dächern der Naschmarktbuden schnattern windig vor sich hin während die Verkäufer jeglicher Couleur heute zurückhaltender sind. Im stadtgrau leuchten die Früchte noch bissiger. Am Marktplatz des Flohmarktes wirblen die Überreste des wetterbedingt schlecht gehenden Geschäfts über den Asphalt. Die Preise sind am Tiefpunkt angelangt. Im Vorbeigehen kreischt eine türkische Frau nach 50 Cent für ein einziges handgemachtes Spitzendeckerl - im Retourgehen kosten 8 Stück nur noch 50 Cent.
Eine Alte wartet im Windschatten aufgestapelter Kartons darauf, dass ihr Schwiegersohn das nicht verkaufte Hab und Gut verladet und ein kleiner Köter im Lieferwagen sehnt sich die Rückkehr seines Besitzers herbei, der sich aber bereits das erste Bier des Tages im benachbarten Café Drechsler genehmigt. Nachdem der Abendverkehr verklungen ist wird es beschaulich und klein werden. Ich habs gern, wenn sich die Nacht über die Stadt senkt.

Zahlen bitte...

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Foto: cml

Der Wind treibt die Leute von der flatternden Strasse in die Cafés. In weichen Ledersesseln vor warmroter Wand platzieren Sie sich wie in einem "Schöner Wohnen" Magazin, werden elegant und die Bewegungen langsam. Ein rothaariges Kind gräbt seine blasshäutigen Finger tief in einen Topf mit aneinander klickenden Kaffebohnen, der dekorativ am Eingang platziert ist - eine stundenlange Beschäftigung in geistiger Abwesenheit. Der in Kaffee- und Teedingen sehr bewanderte Kellner berät mit lieblicher Zurückhaltung und bringt dann Tassen voll cremiger Geschmacksverzauberung. Schlürfen, reden, sinnen,... stundenlang.

:: LINK: Moccaclub

Left Over

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Foto: cml

Manche wüden alles dafür geben, Flügel zu haben. Andere lassen sie über, weil sie nichts Gutes daran finden.

Frühstück und Fahrradstürze

419455972_7f2e32ac94_oSeit langem wieder auf den Drahtesel gestiegen, durch den sonntäglich verlassenen Naschmarkt gerollt, mir den Bauch mit Zuckerzeug im Orange (Operngasse, 1040 Wien) vollgeschlagen und das erstmals wirklich erträgliche Wetter genossen. Leider war die Schwerkraft ein Hund und hat mich drei Mal unvorgesehens vom Rad geholt, weil ein spitzes gemeines Teil an der Mittelstange meines supertollen gefederten Fahrrads dem narrischen Beindl meines eh schon lädierten Knies im Weg war.
419455930_5769f4ac52_oDiese Kollision bedingte das dreimalige sofortige und ungewollte Absteigen unter einem Schimpfwortschwall, den ich leider nicht laut aus mir herausbrüllen konnte, weil mir schmerzbedingt einfach die Luft weggeblieben ist. BATSCH. BUMM. BOING. Wenn ich wenigstens schnell gefahren wäre. Seufz.

Danke...

... an ALLE, die mir in den letzten Monaten so gut getan haben. Einen besonderen Gruß schicke ich hier an Manu und Ute, deren Fertigkeiten so heilsam waren.

Die wundersame Nichtenvermehrung

Das mit der Vermehrung ist manchmal wirklich erstaunlich. Welcome Helena!


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Fehlalarm

Da sind sie wieder, die tollen Fotos.
Hl. Antonius sei Dank!

Alarm

Wieder einmal einen ordentlichen Packen aktueller, toller, lustiger Fotos ins Müllkübelnirvana befördert.
Schade, es war natürlich nicht absichtlich sondern nur dämlich.

Ertüchtigung im Bobo-Stall

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Mein Unfall fordert mich insofern noch, indem ich mich um meine körperliche Ertüchtigung nun selbst kümmern muss nachdem ich nach mehr als drei Monaten aus dem Reha-Nest gestoßen worden bin.
Dazu hab ich mich im Internet über die lokalen Fitness-Möglichkeiten erkundigt und mich aufgrund meiner Abscheu vor unpersönlichen Beton-Glas-Teppich-Schweißbunkern auf Anhieb in die Website-Bildergallerie eines sehr schönen Studios in erträglicher Reichweite verliebt. Warme Farben, dunkles Holz, Glas und Helligkeit, klein aber trotzdem genug Platz. Da auf der Website keine Preise angeschrieben waren zitterte ich vor der ersten Probestunde. Denn ein Studio im ersten Wiener Bezirk kann meiner Meinung nach nicht billig sein.
Andreas, der mir zur Verfügung gestellte Trainer, erklärte mir die Geräte und ließ mich am eigenen Leib den Vorteil von pneumatischem und stufenlos verstellbarem Wiederstand genießen. Was für ein Unterschied zu den mir sonst bekannten klirrenden Gewichten! Die typische Geräuschkulisse ("Essgeschirr-an-Gefängnisgitter") ist hier nur ein einlullendes "Gscht-Gscht-Gscht..." und erinnert ein wenig an Schwerelosigkeit und Weltall.
Nach einer Stunde hatte ich mich entschieden. Hier wollte ich bleiben. Die Damen an der Rezeption übernahmen meinen Fall mit einem professionellem aber ungekünsteltem Lächeln und konnten mich mit dem persönlich angepassten Preis sehr milde stimmen, denn es gibt keine Einschreibgebühr und das inkludierte Angebot kann sich sehen lassen. Zwischen 60 und 120 Euro pro Monat (je nach Zusatzprogramm) ist man dabei.
Die gemütlich eingerichtete Bar (sogar mit Alk-Cocktails und Aschenbechern) verlockte mich dann zum Niederlassen um mir das Publikum genauer anzusehen, das sich hauptsächlich aus Bobos zwischen 25 und 50 Jahren zusammensetzt.
Morgen gibts den ersten Check mit meinem Trainer...

:: LINK: www.beers.at

Definition "Bobo": Neolinguistisch, zusammengesetzt aus den Wörtern "bourgeois" und "Bohèmian" – bezeichnet eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Bobos sind die Gewinner des Internet-Booms und die Nachfolger der Yuppies. Sie zeichnen sich durch ausgeprägten Individualismus und einen Hang zu teuren Modeartikeln aus. Der Begriff wurde bekannt durch das Buch "Die Bobos" von David Brooks.

@DICHT(en) SINGEN-Carol King - Home Again

Somethimes I wonder if I'm ever gonna make it home again
It's so far and so sight

I really need someone to talk to, and nobody else
Knows how to comfort me tonight

Snow is cold, rain is wet
Chills my soul right to the marrow

I won't be happy till I see you alone
Till I'm home again and feeling right

Snow is cold, rain is wet
Chills my soul right to the marrow
...

Mondfinsternis 04.03.2007

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Foto: M. Reithofer

Alte Leidenschaften

blackguy akt1 edi-hinten edi-boden frankreich-august-2003 m-decke michi kees

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Zuletzt aktualisiert: 22. März, 12:25

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