Die Nebendarsteller des Lebens.
Intro: Es gibt Menschen, die an einem vorübergehen und Menschen, die bleiben. Und da sind noch diese Niemandsländer; Menschen, die einen kurzen Augenblick auftauchen und wieder abtauchen, ohne je wieder gesehen zu werden. Ihnen soll hier ein Denkmal gesetzt werden. Den Leuten, die frei nach Andy Warhol für 15 Minuten weltberühmt sind - im Leben eines anderen Menschen.
1: Der Mann mit dem Hund.
Der Hund war braun und sein Herrl hatte ein rot-weisses Gesicht, wie einer mit hohem Blutdruck. Der Mann war ein Bauarbeiter, der vor unserem Haus die Straße asphaltierte. Sie arbeiteten einige Tage oder Wochen (für einen 4jährigen ist alles lange) und - wieso auch immer - hatte er einen kleinen, braunen Hund mit. Wir waren Freunde und ich war sein Aufpasser. Doch dann wurde die Straße weitergezogen, und auch der Hund zog mit und verschwand aus meinem Leben.
2: Der Filmvorführer und sein Sohn.
1500 Meter von unserem Haus entfernt, aber in direkten Blickkontakt stand das Heim eines rüstigen Pensionisten. Wir waren einmal bei ihm, weil er uns seinen Filmvorführ-Apparat borgte. Ich staunte über die Reise-Bilder an der Wand und war so was wie der erste Grand Seigneur meines Lebens. Später nahm mich sein Sohn manchmal mit einem VW Bus zur Schule mit . Bis er nicht mehr kam, er war am Tag davor vom Dach gestürzt und gestorben.
3: Der Besuch der alten Dame.
Es war der heisseste Sommer meines Lebens gewesen - klimatisch. Wir schwitzten im Büro und schleppten unsere Leiber lustlos durch die Zimmer.Plötzlich stand sie in der Tür, mit einem Billa-Sackerl in der Hand. Sie fragte, ob sie hier richtig sei und sprach von den bösen Menschen und den guten Tieren, und davon wie die ersteren zu den zweiteren seien. Sie stellte das Billa-Sackerl auf dem Schreibtisch ab und redete davon, das ihre Katze unter einem Auto zu Tode gekommen war und wie abscheulich das sei. Jimmy. mein Kollege, redete mit ihr laut und überbetont, weil er sie für nicht ganz richtig tickend hielt; so wie man einer Uhr nicht mehr traut, nachdem sie einmal stehengeblieben ist. Plötzlich schoß sein Blut ins Gesicht, er packte die Frau an der Hand und fauchte sie an: "Nehmen sie den Sack und gehen sie sofort raus. Los raus." Erst als sie draussen war, schimpfend und fluchend, hatte ich verstanden. Die Frau hatte die niedergefahrene Katze wie ein Puzzle zusammengeflickt und das blutende mausetote Katzen-Tier im Billa-Sackerl zu uns gebracht.
4: Der Mann mit dem Hut
In der Grazer Stempfergasse sah ich einen Mann mit einem neugekauften Hut vor einer Auslage stehen und sich selbst bewundern. Es war ein herrlicher Anblick, sowohl die Szenerie als auch der Mann und ich war kurz im Wien um 1870, als man seine Garderobe noch ausführte wie einen eleganten Hund.
5: Der Wegweiser von Leibnitz
In der Südsteiermark bog ich mal, was öfters vorkam, zweimal falsch ab und plötzlich fand ich mich in einem Dorf wieder, das nicht zu existieren schien. Es gab Häuser, Höfe, Gärten, aber kein lebendiger Mensch schien hier noch zu sein. Bis plötzlich ein alter Mann im Steirer-Gewand vor mir erschien, mitten auf der Kreuzung stehend. Ich fragte ihn nach dem Weg nach Leibnitz und er zeigte mit der Hand nach rechts und sagte: "Nach links."
Mir war, als ob der uralte Witz bei Kino-Verfolgungsjagden mit der verdrehten Verkehrs-Richtungstafel Mensch geworden war und er war ein Steirer und über 70 Jahr.
6: Die Genserin.
Die ersten Tage meines ersten Schuljahres war da ein Mädchen, das alle nur "die Genserin" nannten. Sie war als Außenseiterin in die Klasse gekommen und nach ein paar Wochen war sie wieder weg. Wir sprachen nicht mit ihr und einige Kollegen wußte nur, dass sie in einem alten verfallenen Haus wohnte und das dieses Haus verflucht sei. Und wirklich: Ich hab sie nie mehr gesehen.
7: Der gestrandete Kapitän
Wir waren besoffen und lustig, zumindest aber halblustig. Es war kurz vor 5 und die Stadt stand langsam wieder auf. Wir faselten irgendwas auf englisch und er bog quer von der Luxus-Geschäftsstrasse, die in der Nacht auch den Armen gehört, ein. Er war ein Penner und betrunken und wir fanden es in diesem Augenblick richtig, mit ihm zum Würstelstand zu gehen und ihn an unserem Wohlstand teilhaben zu lassen. Es schmeckte ihm und er aß gleich zwei Käsekrainer und redete davon, dass wir nicht glauben sollten, er sei immer ein Sandler gewesen. Er sei ein guter Schüler gewesen und er habe eine tolle Frau gehabt - aber die Reiselust hatte ihn besiegt. Er heuerte auf einem Schiff an und bereiste die Meere. Das Leben war wie ein Rausch gewesen. Als er in den Heimathafen zurückkehren wollte, war es zu spät. Die Frau war weg, die Heimat wirkte fremd und nur der Rausch war ihm treu geblieben.
8: Meine Nacht mit einem Star.
Es war eine meiner ersten Nächte in einer echten Stadt gewesen und der Alkohol hat die Erinnerung an die ersten zwei Drittel der Nacht wie weggewischt. Ich weiß nur noch, dass wir irgendwann zu dritt waren - ein Star, eine schöne Frau und ich. Die Welt lag ihm zu Füssen und wir taten es auch. Ich kannte seinen Namen aus dem Fernsehen und dem Radio und sie war bereit zu allem und er predigte für uns und schmiß die Runden: er weihte uns in die Geheimnisse seiner Karriere ein und warum alles noch besser werden würde. Immer wieder tauchten attraktive Gestalten meist weiblicher Natur auf und fassten ihn an, leicht besitzergreifend und anhimmelnd. Er war das Schatzi und er war ganz oben und wir schwammen auf der Laune seines von ihm bezahlten Sekts mit. Am Ende brachte er mich heim und dann fuhr er mit ihr zu ihr und man konnte spüren, wie sie morgen fünf Sterne in ihr Tagebuch schreiben würde - für eine Nacht mit einem Fünf-Sterne-Star der Stadt.
Das ist 17 Jahre her und 2 Jahre ist es her, dass ich ihn wiedersah. Er trug ein ähnliches Sakko wie damals, nur es schien kleiner geworden. Seine Augen drehten sich und er lehnte an der Wand, die einzige, die ihm Halt gab. Er war doppelt so besoffen wie damals und nicht einmal ein Zehntel so begehrt und plötzlich fiel mir auf, wie klein er war - das heisst, erst nachdem ich mich erinnert hatte, wer er war. War da nicht mal eine Notiz wo gewesen, dass er sich im Einvernehmen von seinem Ruhmgeber getrennt hatte? Er sah mich an und doch hindurch. Es heisst immer:
Man solle immer alle grüßen am Weg nach oben, den am Weg nach unten kommt man an ihnen vorbei. Er hatte sie am Weg nach oben alle gegrüsst. Nur am Weg nach unten sah er sie nicht mehr.
Frei nach Falco war er 1988 ausgegangen und noch nie heimgekehrt. Doch die Bilder vor seinen Augen waren noch Jahrgang 1990 und wenn er sie ganz nah vor sein Hirn hielt, verdeckte es für einen Augenblick die Sicht darauf, wie sehr sich die Welt hinter dem Bild verändert hatte. Und das keiner mehr in seinen Augen versank.
Jimmy Trade - 6. Mai, 23:29

Bei gestrigen, ziellosen Streifzügen durch die kleine twoday-Gemeinde fiel mir auf, dass ein murrender Unterton bei einer relativ großen Anzahl der Einwohner mitschwingt. Sie beklagen sich über zu wenige Besucherbeiträge und stellen daraufhin oftmals sogar ihre Tätigkeiten ein. Übrig bleiben nur die Blogruinen mit spärlichen Einträgen, die entweder so privat, negativ oder teilweise für den (Nicht-)Leser völlig irrelevant sind.
Doch ich frage mich, ob man überhaupt den Anspruch auf Besucher und deren Kommentare hat.
Wir bauen wir uns hier unser kleines Nest, verschönern es, schmücken es mit Geschichten und Gedanken. Nur weil es öffentlich zugänglich ist, heißt es doch aber noch lange nicht, dass auch nur irgendein anderer es schön finden und seinen Senf dazugeben muss. Es ist doch nur eine Art von Tagebuch, dass wir absichtlich irgendwo liegen lassen haben und es nun jeder (der will) lesen kann.
Aber nur weil wir uns hier meist anonym zusammenfinden und unser Innerstes herauskehren bedeutet das nicht, dass unsere Persönlichkeit dadurch interessanter wirkt oder wir mehr Freunde haben werden.
Wenn ich im realen Leben zB ein Haus in einer hübschen Gemeinde baue, heißt das doch auch nicht, dass ich dauernd die Nachbarn zu Besuch habe. Außer ich hab was zu verschenken. Aber nur damit sie mein Alltagsleid anhören? Glaub ich jedenfalls nicht.
Der Aufwand im Internet Freunde zum Quatschen zu finden ist nicht geringer als im Alltag. Ist man dort schon ein uninteressanter, murrender Nachbar wird man höchstwahrscheinlich hier genauso wenig Leute kennenlernen.
Und man baut doch sein Bloghaus, um sich drinnen wohl zu fühlen. Für sich selbst.
superchicken - 6. Mai, 20:09
Er hatte sich nicht angekündigt und er war ihm auch nie erschienen. Doch plötzlich war er da,. und so rasch, dass man nicht wußte, von wo er gekommen war und durch welche Tür.
Er erweckte Mißtrauen, Skepsis, aber er war so fremd, dass die Furcht erst mit der Zeit kam und der Schrecken latent eindrang und leise; nicht schreierisch, boulevardesk oder gar stechend.
Da stand er nun, der Gast, der wie man hörte, nur die ganz Alten und die sehr Wackligen heimsuchte. Eine Melodie aus einem Film schien ihm vorauszugehen und diese Szene im Regen, wo der alte Mann, im Rollstuhl weggeschoben wurde und diese deutsche Stimme kam, die sang "Ist das jetzt später?"
Das Lied hatte ihn berührt, aber erst jetzt, gute 1000 Tage später, war es von den Ohren über das Herz in sein Mark gedrungen. Jetzt, da der ungebetene Gast, der so früh zur Party erschienen war, in der Tür der Wahrnehmung stand. Und zum ersten Mal hatte er dem Gast ins Gesicht gesehen. Der Gast war ein Gedanke und er war eine Frage, lapidar wie bei einer Autofahrt und trivial, und doch saß er nun fest der Gedanke und der Gedanke hatte eine Botschaft:
Was, wenn mir unterwegs das Leben ausgeht?
Phil Mahre - 5. Mai, 22:43
Die neue Werbelinie von Apple lässt mein Herz hüpfen. Die Einfachheit der Darbietung, die Idee der Personifizierung, der Witz ... schön. Außerdem mag ich es, wenn sich vergleichende Werbung nicht unter der Gürtellinie abspielt.
:: LINK: Ja zum Mac - Alle Filme anschauen
:: LINK: Watch the campain "Get A Mac" in english.
Da sind also diese neuen Aquarellfarben. Ein schmuckloses schmales Eisenschachterl mit 24 bunten kleine Farbnäpfchen. Wenn ich mich recht entsinne ergibt das 24 hoch 24 Farbvarianten. Aber ich kann mich auch täuschen, denn in Mathematik war ich noch nie so besonders. Außerdem irrelevant, weil zu viel gemischt immer wieder ein fades Güllebraun ergibt. Und wer malt schon die Gülle auf einer Wiese, wo es doch eine grüne Wiese gibt, die sich haarscharf an den Horizont anbiedert. Aber ich male weder Wiesen noch Gülle noch Horizont, weil es zu dunkel ist in meiner Wohnung. Also bleib ich dort an meinem Schreibtisch, drehe Licht auf und gebe mich hin, falle sofort in meinen typischen Stil hinein, ärgere mich und korrigiere.
Plötzlich wird es was Neues, immer mehr, dazwischen ein Ansatz Typographie und sehr bunt. Immer feiner die Details, immer früher der Morgen.
Was es ist kann ich nicht sagen. Bunt jedenfalls und sehr neu.
:: LINK: Resultate aus dem Sketchbook
Eine schöne Schrift; bei Michls heute Eis gekauft zu haben; Und einen Lutscher; Leben am Land; eine alte orange Fanta-Flasche sehen; Cola-Kisten, die mir mein Vater von der Arbeit mitbrachte; der geniale Antwort-Return auf Leute, die zuviel fragen: „Warum heisst das Autobahn, wenn kein Gleis drüber liegt?"; die Übersetzung meines Volksschulfreundes Adi für das Wort KTM (Knaben tupfen Mädchen) 1979; das Geräusch, wenn man in festen Schnee tritt; jemanden in der U-Bahn sehen, ihn spontan mögen, und ihn nach einer Station wieder aus dem Leben zu lassen; eine Frau im Fernsehen zu sehen und sich an den Geschmack ihrer Lippen zu erinnern; die Ungewissheit, wenn man den Namen Jackie hört und nicht weiß, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist; der Auftritt von Limahl in der Peter-Alexander-Show; die Dressen der peruanischen Nationalmannschaft und ein schön gelegener Fußballplatz; schöne Notizbücher kaufen und es dann nie wagen, sie zu verwenden; sich über eine selbst formulierte SMS abkeksen, aber sich nicht selbst laut zu zitieren; die Zahl 24 mit Weihnachten in Verbindung bringen und der Gedanke an den Sommer, als wir Adi (den Volksschulfreund) Floda nannten und die Freude über die, die nun wissen, wieso wir Floda sagten; der Gedanke dass, die Kollegin Wolf und Kollegin Fuchs was gemeinsam haben; im Schulbus drei jahre lang jeden Tag „Emma treiben" gespielt zu haben und sich heute weder an die Karten noch an die Regeln erinnern zu können; aber noch zu wissen, dass es ein Dienstag um 13 Uhr war, als sich die Kollegin S. mit einem kurzen Rock und Netzstrümpfen im Gitter-Look nebenan setzte; das Grand-Prix-Special in den Zeitungen vor dem Österreichring-Grand-Prix; eine Timex-Digitaluhr in einem Prospekt der Firma Hruby 1984; der beruhigende Gedanke, dass die Welt 2007 nicht so schlimm ist wie sie George Orwell in "1984" beschrieben hatte; das Wissen., dass mir „Animal Farm" eh besser gefiel und das Wissen, das Prinz Charles noch lebt. Die Worte ATS, KAC, GAK, STS, ATSE, VSV, ATG; das Gesicht von Scarlett Johannson, als sie aus dem Hotelfenster nach Tokio schaut; Schiwachseln, weil es mal wichtig war und der Geruch, wenn mein Vater das Wachs auf meine Atomic aufbrachte; das Erschrecken im Gedanken, dass meine seine Schulfreunde nach 20,30 Jahre wiedersehen und nicht mehr erkennen würde und die Angst, dass ihr Anblick die Erinnerung an sie und ihre jungen Gesichter zerstören würde; DIA-Shows zu mögen und das seit 30 Jahren und doch nicht wissen, was DIA eigentlich heisst; etwas verwitterte Holzzäune; das Gesicht von Michele, zu der alle anderen Michaela sagten – und ihr Adidas-T-Shirt; der Name meiner Mutter ”Paula" und ihre bedinungslose Loyalität und Liebe und das Wissen Jahre nach ihrem Tod, dass man nicht immer an jemanden denken muss, um ihn immer zu spüren; zwei Skisprungschanzen in Norwegen und die Erinnerung an sie; und der Moment, in dem man Durst hat und endlich zum trinken ansetzt; und eine Liste von Gedanken mit dem runden Wort beenden zu beenden.
Jimmy Trade - 3. Mai, 17:24
Ihr Terminkalender schaut aus, wie der eines Geschäftsmannes. In krakeliger Schrift hat sie die nächsten Wochen verplant. Ach ja, und außerdem fliegt sie wieder nach Washington, um nach dem Rechten zu sehen.
Und wie war eigentlich Dresden zu Silvester? Lauter alte langweilige Weiber? Ah, das tut mir leid. Woher hast Du eigentlich diese Aids-Schleife auf dem Revers? Einfach so geschenkt von einem netten jungen Herrn aus der Elektrische? Ja, ich weiß, heutzutage heißt das Straßenbahn.
Auf Mallorca war ich noch nicht aber es soll ja sehr hübsch sein. Freundliche Menschen? Ich glaub Dir tritt jedermann freundlich entgegen.
Schreibst du mir ein SMS wenn du wieder da bist? Gut.
DE-VAU-DE! Ja, so heißt die Scheibe und das Gerät. Freut mich, dass er Dir gefällt, ich weiß ja, wie gerne Du Dir Filme anschaust. Die Scheiben kann man sich auch ausborgen. DVD, genau. Das ist der "Abspielen"-Knopf. PLAY! Ups, hab vergessen, dass Du ja vor kurzem Deinen Englischkurs gemacht hast.
Wann kann ich dich denn wieder besuchen? Das glaub ich, dass Dir eh nicht fad wird. Was wünschst Du Dir eigentlich zu Deinem 86sten?
Einen Laptop!?! Ich wollte Dir eigentlich einen handgeschnitzten Spazierstock schenken. Oh nein, danke, keinen Portwein mehr. Nach der halben Flasche ist mir schon ganz schwummrig zu Mute.
Doktor Farris schickte mir in einem freundlichen Spam-Mail mit dem lieben Betreff "Aktien durch Knut" ein paar Gedanken, um das Wachstum der Gesellschaft zu steigern. Wenn ich einmal groß bin möchte ich auch Spamtextredakteur werden. Oder Jubiläumsreden schreiben.
"Ich moechte Sie begruessen, ich heisse Doktor Farris.
Heute moechte ich Ihnen ueber einen erfolgreichen Aufstieg einer Internet-Firma mitteilen. Die Verkaufsvolumen ueber das Netz steigen mit jedem Jahr und das wundert niemanden.
Ueber das Internet sind die Waren preiswerter, es ist bequemer sie zu bestellen, fast jedes Internet-Geschaeft bittet Lieferung und Rabatte an. Eines der besten Beispiele vom Netzbusiness ist die Firma Tier-spezi AG (ISIN: CH0027339107,WKN: A0LB1T).
Diese Firma verkauft Waren fuer Haustiere . Dieses Unternehmen hat eigenes Geschaeftenetz und eigene Produktionslinien, den groessten Verkaufswuchs beobachtet man im Netz .
Die Thesaurierung und der Verkaufswuchs der Firma ist ausserordentlich, nur in zweijaehriger Taetigkeit ist es dem Unternehmen gelungen, auf den offenen Markt aufzutreten und eigene Aktien den Privatunternehmern anzubieten. Durch Knut-Geschichte hat sich die Denkensweise der Menschen umgewandelt, man holt jetzt immer mehr Tiere aus den Tierpflegeheimen. Die Verkaufsvolumen der Tierspesi AG sind unwahrscheinlich gestiegen. Deswegen braucht das Unternehmen neue Investitionen fuer die Produktionserweiterung.
Pruefen Sie die Marktdaten des Tier-spezi AG (Zeichen: TS1,ISIN: CH0027339107,WKN: A0LB1T)
Das ist eine ausgezeichnete Chance fuer das weitere Wachstum der Gesellschaft!"
Danke, Herr Doktor! Wir werden uns das zu Herzen nehmen.
Oliver heisst mit Nachnamen wie der Fußballer Thonhofer, schaut aber aus wie der Fußballer Kollmann.
Der Roman Maigrets erste Untersuchung wurde erst als ca. 30. Maigret-Roman geschrieben.
Ich habe Visitenkarten mit einer alten Adresse und Visitenkarten mit einer alten Telefonnummer. Die Leute, die ich mag, bekommen die mit der richtigen Telefonnummer. Da sieht man, das eine Adresse nichts mehr wert ist.
Wenn ich mir unbekannte Frauen in Gruppen antreffe, ist diejenige, die mir am besten gefällt, meist Graphikerin oder sie arbeitet in einem medizinischen Beruf, wie ich später erfahre.
Ich habe drei Jahre gebraucht, um zur zweiten Folge der vierteiligen Hörbuch-CD "Im weissen Ross" vorzudringen und dann die letzten 3 CDs in 3 Stunden gehört.
Ich habe als Kind die französischen Skifahrerinen Perrine Pelen (wegen ihres Aussehens) und Carole Attia (wegen ihres Namens verehrt), nicht aber die angeblich Schönste Fabienne Serrat, weil mich ihre Gesichtzüge an die Fräulein Rothenmaier aus Heidi erinnerten.
Später las ich bei Heinz Prüller, dass Perinne Pelen aus gutem Haus komme und ihre Mutter siezen müsse.
Ich kenne alle Hauptstädte Europas, bin aber immer unsicher, wenn ich Lissabon(n) schreiben muss und denke zudem an Lisa aus Bonn und den Schwachsinn, den sie immer hören muss.
Paris Hilton hat in einem Interview damit kokettiert, es sei so lustig, wenn sie im Hilton in Paris ein Hotelzimmer reserviere und ich frage mich, ob sie überhaupt weiß, wie man ein Hotelzimmer reserviert.
Ich habe nie soviele Deutsche auf einen Fleck gesehen wie in Spa in Belgien.
Ich dachte an Ivica Osim in ibiza und sagte „Ibiza Osim".
Ich saß mit Ivica Osim zu Tisch, stand auf – und als ich zurück kam saß nun Alf Poier dort.
Ivica Osims Frau Asima hatte einen Onkel Namens Salich Beg, der so reich war, dass er mit einem Sack voller Geld ins k.u.k.-Wien reiste, um sich der ersten Fettabsaugung Europas zu unterziehen.
Ich weiss nicht, wie ich es managen soll, dass ich zuhause Internet bekomme, aber ich weiss, mit welcher Nummer Jean Pierre Jarier 1982 bei Osella gefahren ist.
Es war die gleiche Nummer, mit der Gerhard Berger 1984 in Zeltweg fuhr und die gleiche Nummer mit der Joachim Standfest heute bei der Wiener Austria spielte.
Die erste Cecile, die ich kannte, war ein „der Cecil".
Der Mensch, der 1990 das WWW erfunden hat, arbeitet als Durchschnittsverdiener in der Schweiz und lebt in Frankreich, weil es dort günstiger ist.
1990 kaufte ich mir meine erste und einzige Elektro-Schreibmaschine und ich bewarb mich bei Radio CD, der Autorevue und der Neuen Zeit.
Radio CD meinte, ich sei witzig; die Autorevue vergass auf mich; die Neue Zeit brach aber über mich ein und ich sehe mich, wie ich an der Kasse des ADEG-Marktes in Andritz mit zitternden Fingern erstmal meinen Namen in einer Zeitung laß.
In eben jenen ADEG-Markt hatte ich am 15.11.1989 gesehen, wie Österreich im TV die DDR mit 3:0 besiegte. Ich hatte keinen Fernseher gehabt.
Heute habe ich wieder keinen Fernseher und deshalb bin ich jetzt im Michls.
Der Michls wollte 1978 nach Costa Rica auswandern. Er blieb da. Nur die DDR ging.
Jimmy Trade - 1. Mai, 23:20
1. DATENSCHÜTZER. Sollen sich nicht in mein Leben einmischen
2. HUNDEKOTBESPRECHER. Müsst Ihr denn nie?
3. EMANZEN. Die einzigen, die Frauen für nicht selbständig halten.
4. HIP HOP. Man muss nicht alles mögen, nur weil es jünger ist.
5. NULL-KRANKENSTANDSTAGE-ANGEBER. Lieber krank als glatt.
6. SCHLAGERMUSIK-APARTHEID. Muss ja keiner hinhören.
7. DAUERDEBATTIERER. Nein, darüber reden wir jetzt nicht!
8. GRUPPENENTSCHEIDER. Wer andern eine Gruppe gräbt? Ja zu Eigenverantwortung und Entscheidungs-hierachie!
9. HINSIEDLUNGSQUERULANTEN. Leute, die an Flughäfen und Motorsport-Flächen ziehen und dann gegen den Lärm mobil machen.
10. Top-Ten-Listen-Fetischisten. Für heute reichen auch 9 neue Feindesgruppen.
Jimmy Trade - 1. Mai, 20:51
Michls, das Lokal für Fans, ist seit exakt 333 Tagen virtuell geöffnet und hat allen medizinischen Unbillen der Wirtsleute getrotzt. Wir gratulieren unserer Zenzi van Alm für ihre fabelhafte Welt und danken von Herzen.
Und wir haben ein Gedicht zum Tage:
DREI DREI DREI – BEI ISSOS KEILEREI!!!
Und wir haben eine Charme-Ansprache:
LIABA NOCH ALS IN ZELL AM ZILLA BIN I BA DA CE CIL LIA!!!
Und wir haben einen poetischen Ansatz:
LUST UND LASTER STATT FRUST UND GFRASTER!!!
Und nun noch ein Gedicht:
Er haßt Michl und net Mike;
foahrt Alfa und net Bike;
is net hip und a net hop,
is net tip und a net top;
doch guat schmeckt sei Fuatta,
ans is a ohne Quiz
gwiss:
er is a guata.
Da Michl is a groda, wie da Nome schon sogt.
Mehr Alfa ois wia Romeo,
moi durt und moi do,
doch wenn da Summa geht
er wieda hinter da Budl steht
Fanta, Manner und Lutscher
do geht man gerne ume auf an Rutscher
Rapid des is sei wöd,
des runde zöht,
net des Göd
und doch is da Michl wia a boi,
a runde soch mit tiaf drin ana grossn Sö
Andere Lokale haben Speisesäle,
doch da Michl hot a weise seele.
Durt samma daham,
durt steht unsa Bam,
net schick muss sein
und a net fein
zwei Tisch und a paar Stühle,
mehr brauchts net,
das der Mensch sich gar wohl fühle.
In dera Bar in dera Strossn,
die den Kaiser huldet
und a den Bettler duldet,
in dera Bar vis a vis,
is as ois wie ois wia,
das ma fan sein kann,
in dera Bar
ist da Gast da Star, doch nie is er nur Gaststar,
in anderen Sitten
möge das Herz in die Hose fallen
hier drin trägt das Herz Jogging-Hosen,
und da läuft es nie weg,
da Michl is des Lokal in da Mittn,
und net des Lokal im Eck.
by Jimmy Trade
Jimmy Trade - 1. Mai, 13:07
Im Fußball mit einem schönen Haken den Gegner aussteigen lassen, eine gute Vorhand im Tennis, gekaufte ungelesene Zeitschriften nach Monaten entdecken und durchblättern, ein bezauberndes Foto einer Unbekannten als Schreibtischhintergrund haben und nicht wissen, wer sie ist; sich während alle über den Frühling reden auf den Herbst zu freuen, kalte Seen, die nicht zum baden sondern zum gehen da sind; der Satz von Berti Vogts über sein fehlendes Charisma: „Würde ich über Wasser gehen können, würden die Reporter lästern: der kann ja nicht mal schwimmen."; die Erinnerung daran, wie wir in einem unendlich grossen Hof die Olympischen Sommerspiele 1984 nachspielten; der Gedanke, dass man eines Tages auf Fotos aus seiner Kindheit stoßen könnte und die Hoffnung, dass alle verlorenen Schmalfilme aus jener Zeit wie durch ein Wunder plötzlich da sind; eben eine SMS von einem Kollegen zu bekommen, das ich mit einer Entscheidung gestern doch recht hatte; einen zufällig aufgenommen Mitschnitt eines Konzerts einer 60Jahre-Gruppe, die in einem ARD-od. ZDF-TV-Studio rund um 1968 „Supergirl" singt und die Kessheit der tanzenden Jugendlichen; die erste Folge von Colombo auf Video zu haben und einen Handy-Werbespot, in dem zwei Labradore kollidieren und wo Herrchen und Frauchen danach gemeinsam nach Labrador fliegen; gestern in Ceciles neuen Lieblings-Pub gewesen zu sein und um 3.30 Uhr Toast bekommen zu haben, ein Test-Cabrio vor der Haustür stehen zu haben und sich die Freiheit nehmen, damit jetzt trotz Sonnenschein nicht zu fahren und die eben gefundene Erkenntnis, dass die Worte Sonnenschein, Führerschein gleich enden – das man aber wenn w einfügt plötzlich ein reeles Führerschwein, aber ein fiktives Sonnenschwein hat.
Absätze in Texten zu mögen und Absätze an Schuhen zu hassen; merken, dass man oft jahrzehntelang Menschen in unterschiedlichen Netzwerken kennt und plötzlich bemerkt., dass sie den gleichen Nachnamen tragen – zum Beispiel Lachtalhaus-Chef & Japaner-Skilehrer Karl Haas und Fußball-Japaner Mario Haas und das man bei Haas und Haas japanischen Tee kaufen kann, weshalb vielleicht alle Japaner meinen, bei uns heissen alle Haas; obwohl ich noch nie bei Mitsubishi daran gedacht habe, dass dies ein guter Name für eine Skimarke sei (bis jetzt).
Ein Buch im Kopf zu haben und den Titel zu kennen und trotzdem noch nicht die erste Zeile geschrieben zu haben; das Gefühl, wenn man Vorspänne schreibt und das Glück, auf den Buchstaben genau die richtige Länge zu haben – und das Glück eine sms zu schreiben und genau bei null Zeichen Rest-Konto fertig zu sein und das merkwürdige Gefühl, dass man, als man nach Wien gekommen ist, noch nicht wußte, was DVD ist und die Erinnerung an Marie und an unsere Entdeckerfreude rund um 1998, als wir merkten, dass wir mit unseren Handys auch schreiben konnten und beim Gedanken an Marie die Freude, wenn man der einzige Mensch ist, der einen anderen Menschen so nennt, wie man ihn nennt.
An jemanden zu denken, der heute traurig ist und – im Gegensatz zu ihm daran glauben, dass alles gut wird und der Blick auf eine Blechdose in der man seine Foto-Speicherkarten aufbewahrt und die Erinnerung daran, dass man darin in den 90er Jahren meist Kondome aufbewahrte; der Gedanke an den unerträglich heissen Sommer 1993 und den ersten Regen, der mich vor Freude halbnackt auf der Strasse tanzen ließ und das unerwartete Ereignis, das mir heute die Farbe grün plötzlich gefällt und die verschmitzte Freude, dass die Wortkombination „grün plötzlich gefällt" die Buchstaben Ü,Ö und Ä inkludiert und ich mich nun frage, ob es für so eine seltene Aneinanderreihung wohl einen Fachbegriff gibt.
Abschließend noch der stille Genuss, mit den Wörtern Lolita, Po, Steuertipps und nackt billige google-Stimmen zu gewinnen und unserer Michls-Wirtin so eine betriebswirtschaftliche Freude zu machen.
Jimmy Trade - 1. Mai, 11:27
Wie fremd muss doch für einen Japaner die Wiener Heurigenkultur sein. Auf diesen Gedanken bin ich heute gestoßen, weil ich durch hungergeleiteten Zufall in einen berühmten Heurigen in Grinzing gefallen bin.
Da saßen busweise Gruppen dieser schwarzhaarigen mehlgesichtigen Menschen, mokierten sich bei jedem Bissen über Wurst und Brezn und kippten in windeseile die gebuchten Spritzer - was dazu führte, dass sie schon beim Anblick der zwei tschechischen Quetschenmusikanten in ein fiependes Zirpen verfielen was spätestens beim Radetzky-Marsch in ein lautes Japsen und Jaulen überging. Manche sangen sogar bei der alten Bundeshymne mit.
Animiert vom schwankenden Reiseleiter und dem klaren Wein fanden sich auch einige Tanzpaare zusammen, die wild angeherrscht durch das anschwellende Klatschen der Mitreisenden mit ihren Hüften an die niedrigen Tische stießen.
Aber dann war auch schon die dafür eingeplante Stunde vorbei, die Musikanten verstummten auf Kommando, der gesättigte Reiseleiter trieb die kleinen Leute in den Bus zurück und es war einen Augenblick lang wieder still.
Bis die nächste Herde an die Tränke kam. Wieder quetschten die Musikanten ihre neun Stücke aus den Harmonikas und wieder war das Timing perfekt.
Nach der dritten Stunde herrschte auch ich mich zum trinken an. Dann kamen endlich die Italiener und "Bella Ciao" ersetzte den Wiener Walzer.
Grüßgott, eine Fleischlaberl-Semmel* bitte. (Ähm...ja...und ein Transportauto dazu.)
Fleischerei Tentschert
COBENZLGASSE 6
1190 WIEN
ÖSTERREICH
+43 (0) 1/3202566
Grinzing/Endstelle 38er
*Zwar bekam ich kein Fleischlaberl in die Semmel sondern ein bowlingkugelgroßes Geschoß mit etwas Brotdekor aber es war das beste, was ich jemals essen durfte. Warm, flockig und geschmacklich ungeschlagen.
Das Geschäft ist ein Wurmloch in die 50er Jahre und Frau Helga geizt nicht mit ihren Waren. Es ist zu hoffen, dass es noch lange besteht.
- anbaggern
- anrufen
- aneinanderkleben
- anmeckern
- andere
by Zenzi van Alm
- wenn man keine oder gerade wieder eine Vorteilskarte bei der ÖBB bekommt.
- wenn man am Würschtelstand von der hübschen Lady mit "Sie" angeredet wird.
- wenn die Nasenhaare grau werden.
- wenn einen die Großmutter seiner Frau fragt, ob man auch den Krieg miterlebt hat.
tischNr2 - 30. April, 00:48

Yeaaaah, gewonnen - Jimmy Trade. Genaugenommen ist es eine Kuriertasche im Fußballdesign, an dessen Vorderseite man die jeweils spielenden Länder in Form von kleinen Fähnlein ankletten kann. Tasche mit Aussage also.
Ich muss zugeben ich habe sie in einer hektischen Situation zwangsläufig schon benutzen müssen, weil ich meinen Motorradschlüssel verloren hatte und rasch eine Transporttasche für meine sperrigen Röntgenbilder finden musste, da mir durch den Verlust ja auch das Topcase verschlossen blieb. Also Tasche umgehängt (schaut übrigends gut aus mit braunen Jacken!) und mit Zweitschlüssel fürs Motorrad zum Arzt (leider ohne Zweitschlüssel fürs Topcase). Liegt sehr angenehm am Rücken übrigens beim Fahren.
Dann noch der Akademie der bildenen Künste einen Besuch abgestattet, eine Palette Bier mit angehenden Architekten vernichtet, ins Vodoo (Lokal in der Siebensterngasse irgendwo) gegangen, mehr Bier getrunken und mehr Zigaretten geraucht. Und jeder hat sie verdammt cool gefunden (nach ein paar Bieren halt, aber trotzdem. Von einer Gucci-Handtasche sagt das kein Schwein!!!).
Nun hat sie halt schon eine leichte Patina von einem typischen Zenzi-Tag. Aber was sind schon unpersönliche Geschenke. Die Frage ist nur, ob ich sie auch wieder hergeben möchte.
Nur aus diesem wirklich einzigen Grund hoffe ich, dass wir uns sobald nicht wiedersehen Jimmy.
:: LINK: Online gekauft bei Strandgut.biz
tischNr2 - 30. April, 00:26
Nein, es ist kein Spiel, aber in einer gewissen Weise ein Spielzeug. Hier das neue Bild Jimmy!
tischNr2 - 29. April, 14:11
Lieber Jimmy Trade: Wenn Du errätst was hinter diese Puzzle für ein Objekt steht bekommst Du das Objekt geschenkt.
Hier ein Tipp dazu: "Strandgut"
tischNr2 - 28. April, 21:45
Was ist die supertruperversion von Be-geisterung? Ageisterung. Also, da dieses Weblog drauf und dran ist, seinen tages-eintragungs-rekord zu brechen, ist die ganze Michls-Familie und die Familie der durchs Fenster lugenden spontan aufgerufen, sofort alle Wörter niederzuschreiben, mit denen sie jetzt im Moment A-geisterung empfinden – ganz schnell, ohne nachdenken…
Und ich fang an mit der Welle der A-Geisterung:
Anfang, Ende, Hund, Labrador, Kanada, Viererbobfahren, Schwarz-Rot-Weisser Weblog, Schneegestöber, Holzhundehütter, Robinson Crusoe, You Tube Formel 1 Rennen, Karel Yllantila, Finnische Sauna, Schweden-Porno, Michl – der Film, Internet-Pioniere, Hans Clarin, Pumuckl, Biene Maja, Jefferson Airplane, Andra (mein Hund), 13. März 1983 (als Andra mein Hund Mama wurde), Peter Alexander Show, das kleine Beissl, Francois Cevert, Ivica Osim, Altaussee, Narzissenfest, die farbe blau, aber nicht der film die farbe blau, knallrot, bilder, duffy duck, puschel, Lotus 1982 Elio de Angelis in Zeltweg, französische Softpornos, Ute Kittelberger, Bravo, Adieu mein kleiner Gardeoffizier, her mit den kleinen engländerinnen, la boum, Sophie Marceau, der film malen oder lieben, Georges Simenon, der Ort Nevers, Inspektur Maigret macht Urlaub, Paris, Madrid, Hemmingway-Verfilmungen, das Wort Antigua, die Wirtin Antingone, der Warteraum des Bahnhofes Niederwölz 1986, Silvia, grünschwarzer Overall, Tischtennis, Saalbach-.Hinterglemm, Hans Enn, Hansi Hinterseer, Ski-WM 1974, Uschi Glas, Jean Gabin (haben einen gemeinsamen Film gedreht), Polizeiinspektion 1, Walter Sedelmayr, Porno-Skandal, Morde, die länger als 100 Jahre her sind und Lebendige, Scarletts Johannsons Hintern in der ersten Einstellung von Lost in Translation, Bill Murrays Klavierspiel in Täglich grüsst das Murmeltier, die weibliche Hauptdarstellerin von Ewig grüsst das Murmeltier (Name – Blackout – nein: Andie Macdowell) und die Szene wie sie in "Sant Elmos Fire" vom abgewiesen Verehrer im Schnee geküsst wird; Hugh Grants Auto in Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Woody Allens Schaf-Szene in "Was sie immer schon über Sex wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten", beim Wort Schlag an Torte denken und nicht an Schlaganfall und beim Wort Boxen an Formel 1 aber nicht an Max Schmäling, beim Wort Max aber nicht an Max.Mobil und die Prognose eines Werbers, dass sich das Wort T-Mobile in Österreich nie durchsetzen wird und alle auf alle Zeiten Max-Handy sagen werden, das Foto von cecile in der Reisemagazin-Jubiläumsausgabe und die Coolness, sie zu kennen, der Name Patricia Pawlicki, weil ihn auszusprechen wie eine Qi-Gong-Übung wirkt, Lebensmenschen und Gemeinsames-Erwachsenswerden-Menschen, Bauernhöfe, meine Kindheit um 17 Uhr, wenns Jause im Garten mit selbstgeernten Gemüse und Erdbeeren gab, das Land Schweiz, die Stadt Page/Arizona und die Schauspieler Stewart Granger, Spencer Tracy und James Stewart und meine Eigenschaft ihre Gesichter untereinander zu vertauschen, HC Artmann, Peter Schnurli Artner und ein Interview in einem Solarium, Frauen, die in Solarien arbeiten, Frühlingslust, Frauenhautbewunderung, Tischfußball, Eishockey, Wasserskilauf am Wörthersee 1982, Udo Jürgens , Griechischer Wein, Alexis Sorbas, Anthony Quinn und sein Hit I Love you, Casettenrekorder, Kärntner Eishockeymagazin, Stoppuhren, keine Uhren, versteckte entdeckte Sexualität, Nacktfotos, Sauna-Katalog-Fotos der späten 80erJahre, SV St. Veit/Glan, Austria Klagenfurt, die Erinnerung an die Zeit, als der Nachbar eine Katze namens Muschi hatte und man sich nichts dabei dachte, Schreibmaschinen, Sommerwiesen, Herbstwiesen, Winterwiesen, das erste Mal Rasenmähen im Jahr und dann auf dem Rasen Fußballspielen, Adidas-Kickschuhe, Puma-Dress mit Sparkasse-Logo, Wetten-Dass, dalli-Dalli, Schalke 04, Darmstadt, Nürnberg, Freiburger FC, Atari, Wien-Marathon zum ersten Mal im Fernsehen sehen, Paris Hilton, Paris Saint German, Saint Etienne, Rene Arnoux und die Hasen, die ihn am Siegespodest küsten, US-Strandnixen, Sophia Loren, die Tanzszene in eine total, total verrückte welt, bei den ich dachte, das sei nun also Sex, das grosse W, Telepathie, die Orte Marakesh und Montreal gemeinsam haben, Schmalfilme statt small talk, Reden statt talken, gespräche statt interviews, die Zahlen 365, 32, 88, 1928, 1310, 22, 14,11 und 258, die Farbe weiss, der Familienname Weiss, der Gedanke, google-stimmen zu kriegen durch lapidares Namenslisting der Begriffe: Ornella Muti, Collien Fernandes, Cameron Diaz, Gimore Girls, Starbucks und Christina Stürmer und das Wort Pause.
Jimmy Trade - 28. April, 13:48
Neulich sprach jemand meinen Namen aus und war dabei ganz überbetont eingenommen von der fremdartigen Überraschung und zeigte sein besonderes Interesse an der Schönheit des Wortes und der seltenen Silbenfolgen, indem er ihn immer wieder zu wiederholen versuchte.
"Zääätsiiiiiiliaaaa...mit C oder Z?...Aber schon ein e und kein ä...Zääätsiiiiiiliaaaa, Zääätsiiiiiiliaaaa...toll...ein wundervoller Name...so Ausländisch...Zääätsiiiiiiliaaaa!"
Im Gegensatz zu mir. Ich war so eingenommen und erschreckt von seiner abgehackten, überdeutlichen Aussprache und der Neuinterpretation der Betonung, dass ich einfach nur fassungslos seinen angefeuchteten Mund anstarren konnte, an dem noch ein paar Silben klebten.
Der begonnene Smalltalk wurde zum Notalk.
tischNr2 - 28. April, 13:11
Jimmy Trades genereller Verwirrung (siehe Story Nr. 3653864) kann ich nur mit ein paar Antworten entgegenwirken.
- Ja, das Polap-Hunde-Foto ist von Tisch Nr. 2 und Du bist quasi der liebe Onkel (was mich daran erinnert, dich zu fragen, ob die Foto-CD verbrannt ist?).
- Die wahren Antworten über die familiäre Situation der Ducks findet man in diesen Stammbäumen. (Sprachen: Dänisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Holländisch).
- Wenn Papier reden könnte, dann würde es keine Autoren, Illustratoren, Grafiker, Schriftsteller, Architekten mehr geben.

tischNr2 - 28. April, 12:46
Kollegin geht.
Kollege sagt: „Adieu, Adieu, Adele, Adele." Murmelt nach: „Adele."
Ich: „Jakob und Adele"
Er: "Was das kennste?"
Ich: „Ja, erinnere mich an die 5. Klasse Gymansium – Literatur-Test beim Direktor, mein Sitznachbar war dran und suchte die Antwort, die Tristan und Isolde hiess, und er sprach die Antwort „Jakob und Adele.", was ihn zum Klassen-Gespott gereichte."
Kollege und ich googlen nach Jakob und Adele. Adele war Brigitte Horney und die war auch Heidis Großmutter.
Kollege: „Im Film oder als Stimme im Zeichentrick?"
Ich: „Im Film. Und sie hat zwischen 1937 und 1945 5-7 Filme pro Jahr gedreht, war wohl ein Nazi-Schätzchen”
Kollege: „Und er, er war er?"
Ich: „Herr Schroth aus Innsbruck, 1902 geboren". Und dann: „Schau: Jakob und Adele sind 1988 und 1989 innerhalb weniger Monate gestorben."
Kollege: „Sie sind wohl wie Philemon und Baukis."
Ich google Philemon und Baukis und finde diese Geschichte:
„Philemon und Baukis
Zeus, der gern in Menschengestalt die Erdenwelt besuchte, kehrte einst in Begleitung seines Sohnes Hermes, des Götterboten, in einer reichen Stadt der Landschaft Phrygien ein. Müde von der langen Wanderung, baten die Götter um Unterkunft für die Nacht. Aber wo sie auch anklopften, niemand öffnete den unbekannten Fremdlingen, um ihnen Obdach zu gewähren.
Als die müden Wanderer am anderen Ende der Stadt anlangten, gewahrten sie eine ärmliche Hütte. Dort wohnte der alte Philemon mit seiner Frau Baukis; die beiden waren arm, lebten aber zufrieden und glücklich miteinander.
Zeus und Hermes beschlossen, einen letzten Versuch zu wagen. Und wirklich - sie hatten kaum angeklopft, da öffnete man ihnen gastfreundlich die Tür.
Philemon nötigte die späten Besucher, sich auszuruhen, und Baukis legte ein Kissen auf die Bank, damit die Gäste recht weich säßen. Dann beeilte sie sich, das Herdfeuer neu zu entfachen, holte trockenes Reisig herbei und setzte einen Topf mit Wasser auf das Feuer. Rasch schnitt sie Kohl im Garten, nahm von der rauchgeschwärzten Balkendecke eine Speckseite herunter, die sie für einen festlichen Anlaß aufgespart hatte, trennte ein gutes Stück davon ab und begann das Mahl zu bereiten.
Mit Wohlgefallen sahen die beiden Götter die Geschäftigkeit der Alten. Während das Essen auf dem Herdfeuer stand, schüttelte Baukis die Kissen auf und zog eine Holzwanne herbei, um den wandermüden Füßen der Fremden ein laues Bad zu bereiten.
Dann deckte sie den Tisch. Was nur an Vorräten sich bot, trugen die gastfreundlichen Alten herbei, frische Oliven und eingemachte Früchte, Salat, Käse und Eier. Als Baukis dann ihr Kohlgericht auftrug und zum Nachtisch Pflaumen und Nüsse, Weintrauben und Datteln mitbrachte, da war bei der Fülle der Speisen kaum noch Platz für den Krug mit selbstbereitetem Wein, den Philemon den Fremden bot.
Die beiden Götter taten dem Mahle alle Ehre an. Aber mehr noch als der Aufwand gefielen ihnen die frohen Gesichter der beiden Alten und der Eifer, mit denen sie ihre Gäste zuzulangen nötigten.
Auch dem Weine sprachen die göttlichen Gäste wacker zu. Philemon beeilte sich, die Becher neu zu füllen, aber ungläubig blickte er auf - der Weinkrug war immer wieder voll bis zum Rande! Da erkannten die Alten das Wunder, und in Dankbarkeit und Furcht sanken sie den Gästen zu Füßen.
"Zürnt uns nicht wegen des kärglichen Mahles!" flehten sie mit erhobenen Händen. Und dann eilten sie hinaus, um ihre einzige Gans einzufangen und sie für die Gäste zu braten.
Doch das Tier mochte sein Schicksal ahnen; denn flügelschlagend suchte es sich hinter den Rücken der Gäste zu retten.
"Niemand bittet die Götter vergeblich um Schutz", lächelte Zeus, und damit gaben die beiden Himmlischen sich zu erkennen: "Wisset, daß wir Götter sind" sagten sie. "Die Stadt mit ihren hartherzigen Einwohnern soll untergehen! Nur eure Hütte wird erhalten bleiben!"
Betroffen blickten die beiden gutherzigen Alten auf den Göttervater. "Folgt uns auf die Höhe des Berges!" fuhr dieser fort. Das taten sie gehorsam nach seinem Gebot.
Als sie sodann, schon nahe dem Gipfel des Berges, den Blick zur Stadt zurückwandten, wollte ihnen schier das Herz stocken. Wo eben noch die reiche Stadt gestanden hatte, war nun eine gewaltige Wasserflut, nur die armselige Hütte erhob sich unversehrt am Rande des riesigen Sees.
Und während Philemon und Baukis noch, entsetzt über dieses gnadenlose Strafgericht, den Blick auf ihr strohgedecktes Häuschen richteten, da wurden die hölzernen Dachstützen plötzlich zu schlanken Säulen aus schneeweißem Marmor, und das gelbe Stroh des Daches verwandelte sich in reines Gold. Vor ihren Augen war ein herrlicher Tempel entstanden.
Mit milder Stimme wandte sich Zeus an die Alten: "Sprecht einen Wunsch aus, ihr beiden Redlichen, daß ich eure Frömmigkeit belohne!"
Philemon und Baukis waren sich sogleich einig: "Laß uns Priester dieses Heiligtums sein" baten sie, "und wenn dereinst unsere Stunde schlägt, dann gewähre uns, daß keiner den anderen überlebe!"
Allvater Zeus winkte ihrer Bitte Gewährung. Lange Jahre hüteten Philemon und Baukis das Heiligtum, und als ihre Zeit gekommen war, verwandelte er beide in Bäume, in eine Eiche und eine Linde, die ihre Zweige innig ineinanderschlangen."
Die Geschichte berührt mich und ich erzähle, dass ich „Die Fahrten des Odysess" nur als Retro-Hörspiel-CD von Ariola habe und er meint, die könnteer eines Tages für seinen Sohn borgen.
Und ich sage ja, am besten aus der Serie sei aber Robinson Crusoe, auch wegen der sensationellen Stimme des Sprechers, einer Stimme, die man in den 70er Jahren oft in Märchen hörte und die eine Stimme ist, bei der man wußte, dass einem nichts passieren kann, wenn man sie hört.
Dann arbeiten der Kollege und ich weiter. Was Robinson Crusoe wohl für Dialoge mit sich selbst führen musste, ehe der Freitag kam?
Jimmy Trade - 28. April, 12:03

Herrn Jimmy Trades Kolumne über die Leiden eines TV-Abstinenten hängt in den ersten Zeilen schon, denn gar sonderbares geschah: Ich hab das TV in diesen 18 Tagen keine Minute vermisst und ich habe mit Ausnahme von 20 Minuten eines Fußballspiels in einer Internet-Redaktion und einem kurzen Blick auf den Teletext in einem Wettcafe auch noch nicht mal gesündigt.
Gibt es etwa ein Leben ohne Fernsehen?
Schaffe ich es, die nächste Stunde ohne die 24. Sehung von Doris Days ”Spion in Spitzenhöschen" zu überstehen?
Warum habe ich mitten im achten noch nie gesehen und spüre gerade deshalb das leben mitten im achten (und im siebenten und im neunten und im siebzehnten?) mehr.
Jimmy Trade - 28. April, 11:55
Wie ich heute so auf meiner Terrasse steh und liebevoll meinen Schnittlauch frisiere macht sich plötzlich eine einsame Amsel im Ahorn-Geäst bemerkbar.
Ich höre ihrem eintönigem "tschiep-tschiep-tschiep"-Gemorse eine Weile zu und tschiepe plötzlich zurück - ebenso eintönig - "tschiep-tschiep-tschiep".
Daraufhin flog sie interessiert auf den Fenstersims gegenüber in Sichtweite und steigerte ihre Variation zu einem "tschitschi-iiiiiiiiaaap", wartend auf meine Reaktion. Meine "tschitschiaa-iiiiiiiiaaap"-Antwort brachte sie trotz dem leichten Fehlton nicht aus der Ruhe und änderte nocheinmal die Ansage zu einem "tschii-tschiiiii-diditschididi" - schneller und rythmischer.
Obwohl schon die Nachbarn hinter den Vorhängen hervolugten bzw demonstrativ laut ihre Fenster schlossen, ließ ich mich auf das kleine Stimmengefecht ein und verlor gleich mal jene Runde, weil ich mit meinem "tschii-tschiiiii-dididididitschi" die Endsilbe vermasselt hatte. Sie korrigierte mich nachdrücklich aber gab mir noch eine Chance.
Ihre nächsten Sätze lassen sich leider nicht in Silben ausdrücken, weil sie nicht mehr tschiepte sondern in ein akzentuiertes Pfeifen und Trällern überging.
Da ich aber im Pfeifen besser als im Tschiepen bin ging die nächste Runde eindeutig an mich.
Nur beim trällern haperte es bei mir doch gewaltig mangels geignetem Mundwerkzeug. Triumphierend ließ sich nun immer aufwändigere Trillerträllereien einfallen. Keines davon glich dem vorhergehenden. Nach einem wilden hin- und her schüttelte sie etwas abfällig den Kopf, beschloss wieder sich der Partnerwahl mit ihrem eintönigem "tschiep-tschiep-tschiep" zu widmen und flog davon.
tischNr2 - 28. April, 09:06
In eindringlichen, schnittlosen und fröstelnden Szenen beschreibt der Film "Children of Men" eine kinderlose Zukunft voller Hoffnungslosikeit und Terror im Jahre 2027. Beklemmend gut gemacht mit der Folge, dass man spätestens beim Abspann über den Beitritt zu einer Friedensbewegung nachdenkt.
:: LINK: Movie-Website "Children of Men"
Movie: "Children of Men"
:: LINK: US-Movie Site "Children of Men"
tischNr2 - 28. April, 01:59
tischNr2 - 25. April, 06:11
Sonnig brav mit Lebkuchenherzerln und Sauerkraut hat sich der Steffl-Kirtag am Wiener Stephansplatz ausgebreitet. Die Touristen wußten zwar nicht so recht, wie ihnen geschieht, aßen aber folgsam die Wurst auf Pappteller. Ein paar dekorative Kinder wurden auf das - vom Böhmischen Prater ausgeborgte - Ringelspiel geschnallt, dessen Dingl-Dangl-Musik aber scheinbar nicht Ursula Stenzels Ohren stören durfte.
:: LINK: Standard.at - Stadtpolitik von und mit Ursula Stenzel
:: LINK: Steffl-Kirtag
tischNr2 - 24. April, 11:00
Seit letztem Jahr hat auch uns Wiener der Trend des Stadt-Strandes erreicht. Man bedenke, dass der dafür ausgewählte Donaukanal vor nicht allzulang nix anderes als das überquellende WWC (Wiener-Wasser-Clo) war, dessen Ufer maximal von mutierten Ratten und Sexualstraftätern bewohnt waren und dann später wenigstens von Nachtschwärmern aus dem Flex vereinnahmt worden sind.
Jetzt knotzen friedlich vor sich hin miachtelnde Tramper mit Gitarren nebst trendy High-Heel-Schreckschrauben in Liegestühlen oder teilen sich die knallgelben Sitzgelegenheiten deren Namen niemand weiß. Dazu gibt es Bier, Cocktails und Essbares.
Abends nachdem die Sonne entweder hinter dem K47 untergegangen ist, kann man völlig ausgeruht ins Wiener Nachtleben einfallen.
Gut für mehrere durchmachte Nächte. Erst ausgehen, dann strandln, wieder ausgehen, strandln, ausgehen, strandln, ...
Michl's Strand-Ranking in Wien:
1. Platz: Adria Wien
2. Bezirk, Donaukanal, In Höhe der Salztorbrücke
Mo–Fr 16–2 Uhr, Sa u. So 11–2 Uhr
Vorteile: Sonne bis zum Schluss (weil am richtigen Ufer!), schöner Sand, intim.
2. Platz: Strandbar Herrmann
3. Bezirk, Herrmannpark, tägl. 10–02 Uhr, www.strandbar-herrmann.at
Advantages: Tolles Sonnenuntergang-Ambiente. Retrogetränke (Afri Cola,...), viele Leute!
Looser: Sommerstrand
2. Bezirk, Donaukanal (zwischen Salztor- und Marienbrücke)
täglich ab 11 Uhr
Vorteile: Badeschiff in Reichweite
Der Satz zum Sonnentag:
"Wenn der Ruf einmal zum Mythos geworden ist, muss sich Vieles lautstark ändern, um den Blick wieder an die Tatsachen zu heften"
Know where to go: Viennas Best Beaches
Since last year vienna got caught by a new trend. At the "Donau-Kanal" - formerly a smelly sewage - it is possible to poke your toes into nice beach-sand.
Michl's Beach-Ranking:
The winner is: Adria Wien
2nd district, Donaukanal, nearby Salztorbrücke
Mo–Fr 16pm–2am, Sa and Su 11am–02am
Advantages: Mostly sunny (because it's at the bright river-bank!), nice sand, not too crowded.
Second is: Strandbar Herrmann
3rd district, Herrmannpark, open everyday 10am–02am, www.strandbar-herrmann.at
Advantages: Nice sunset. Retrodrinks like Afri Cola, very crowded!
And the Looser: Sommerstrand
2nd district, Donaukanal (between Salztor- und Marienbrücke)
open every day from 11 o'clock
Advantages: There's the ship with a swimmingpool on board within good reach.
tischNr2 - 24. April, 09:01
Sie sind am 5. Mai. geboren?
Hier Ihr Fünf-Tages-Horoskop:
In fünf Tagen werden Sie mit fünf Ihrer besten Freunde in Fünfhaus fünf Bernerwürste grillen und dazu 5 Halbe Bier trinken.
Prost!
tischNr2 - 24. April, 04:14
Ev'rythings gonna beeee allright, Ev'rythings gonna beeee allright...
tischNr2 - 23. April, 03:39
Kunst für alle: M-ARS-Supermarkt
Am 26. April eröffnete der erste österreichische Kunstsupermarkt, M-ARS genannt, im 7. Wiener Gemeindebezirk.
In einer unanstrengenden Atmosphäre mit Supermarktregal-Romantik fern von Gallerie-Schnöselei wird nun Kunst von 9,90 Euro bis 899,99 Euro verkauft.
Geordnet nach Abteilungen sind die Werke griffbereit und ohne Kaufzwang durchschmöckerbar, weiters dient ein loungeartiges Eck zum Niedersetzen und Diskutieren.
Barrieren der zeitgenössischen Kunst gegenüber werden somit niedergerissen, so Christian Smretschnig, der Betreiber und Verantwortliche.
Auch jungen Künstlern ohne Galerie-Erfahrung wird so der Boden geebnet und das Erlösniveau ist angeblich sogar höher als im normalen Galeriegeschäft.
Durch ein Kuratorium von 50 österreichische Experten soll ein hohes Qualitätsniveau geschaffen werden.
Kunstsupermarkt M-ARS, 1070 Wien, Westbahnstraße 9
Öffnungszeiten: Mo-Mi 10-19 Uhr, Do-Fr 10-21 Uhr, Sa 10-18 Uhr
:: LINK: M-ARS-Kunstsupermarkt Wien
Brief Summary in English | M-ARS-Supermarket for Art
M-ARS - a Supermarket for modern arts openend in Vienna. It is the concept of Christian Smretschnig. The paintings are sold in regular supermarkt-shelfs from 9,99 Euro to 899,99 Euro.
Kunstsupermarkt M-ARS, 1070 Wien, Westbahnstraße 9
Opening-Hours: Mo-Mi 10-19 Uhr, Do-Fr 10-21 Uhr, Sa 10-18 Uhr
Opening: 07/04/26
:: LINK: M-ARS-supermarket for modern arts Vienna
tischNr2 - 18. April, 19:55
Im Vorbeifahren schnell, schnell aus dem marokkanisch gelenkten Taxi einen Blick auf die Früchte des Mittelmeeres werfen können, was einen Gedankenschwanz nach sich gezogen und Bilder aus den Untiefen meines Gehirns hervorgelockt hat.
Bild 1: Am mittäglichen Sandstrand in eine saftige Melone beißen
Bild 2: Durch die Gassen von Tunis flanieren und riechen
Bild 3: Abdrücke von wackligen Plastiksesseln und heißen kroatischen Steinen auf Schenkeln und Rücken
Bild 4: Gebratene Zwiebel, Melanzani und Spieße, Rotwein vor untergehender Sonne
Und dazu die Luft und das Licht, die leichte Schwermütigkeit in unsere Herzen legt.
Bald...ja,...sehr bald...und wenn das Geld nicht reicht, dann halt Urlaub am Naschmarkt.
This Article in English (could be better; but better than nothing:-):
A long chain of images came to my mind while passing this little shop in my taxi, that was driven by a Moroccan.
Image 1: Eating a juicy melon on the high-noon-beach
Image 2: Amble along the roads of Tunis
Image 3: Imprints of wobbely plastic-seats and hot croatian rocks on the back and shanks
Image 4: Grilled onions, aubergines and spit-roasted stuff with red wine and a beautyful sunset
And these details punched together with the air and the light puts a slightly melancholy to the heart.
Soon, pretty soon...
... and if there's not enough money, we'll simply make holydays at the "naschmarkt" (which is a traditional and oriental marketplace in vienna)
tischNr2 - 17. April, 22:53
Die Maßnahmen gegen Tauben (in Wien nennt man die Tiere verachtungsvoll Flugratten) sind ja mörderisch vielfältig jedoch meist ineffektiv, da diese Tiere zu intelligent oder einfach ignorant sind.
So gibt es Vorrichtungen zum Erspießen (sogenannte Taubenspikes in Quattrodraht- oder Transparent-Duo-Ausführung), die Elektrischer-Stuhl-Variante (die angeblich wirksam das "Absitzen" und "Abscheißen" auf Gesimsen verhindern soll) und abwehrende Wellengitter (nach DIN 4192 gefertigte Drahtgewebe mit Vielfachkröpfung).
Weiters noch die spießigen Halter für Rundfirstziegel (mit erhöhtem Montageaufwand) und flirrende Vogelschutznetze (wobei man hier fälschlich denken könnte, daß dabei Vögel geschützt werden).
Die aller humorvollste Erfindung ist jedoch der Daddy Long Leg (->siehe auch Bild unten:-). Meiner Vorstellung nach dreht sich dieses Gerät und die Vögel, die sich draufsetzen, werden durch die Fliehkraft einfach über den Zaun zum Nachbarn geschleudert.
Ich hab nichts gegen Tauben, sollen sie fliegen, scheißen und schlau sein, jedoch sehe ich eher das Problem bei der Durch-Fütterung und der daraus resultierenden Übervölkerung. Allerdings teilen fast ausschließlich alte alleinstehende Damen ihre eintrocknenden Brotlaibe mit den unterhaltsamen und sedierend wirkenden Gurrern, weil die Laibe zu groß bemessen sind für Witwenhaushalte.
Somit müsste man eigentlich etwas gegen die Einsamkeit von alten Menschen tun oder kleinere Brotlaibe produzieren. Oder auf dem Radiosender Ö1 die tägliche Radio-Gurrrrrr-Stunde einführen, als Kompensator. Oder Hörgeräte mit einem beruhigend gurrendem Unterton ausstatten ("Tauben für Taube" oder "DeafDove" genannt)...
Ach was...ich hoffe, wenn ich einmal alt und einsam bin, gibt es noch schlaue Tauben, die unsere bewaffnete Gesellschaft überlebt haben.
:: LINK: Info und Onlineshop zur Taubenabwehr
:: LINK: Ö1-der Radiosender Nummer 1
tischNr2 - 17. April, 21:58